Pfarrer Alfred Brömmelhaus bekommt von Diakon Friedel Nähring zum Dank einen Tee samt Tasse.

Pfarrer Alfred Brömmelhaus bekommt von Diakon Friedel Nähring zum Dank einen Tee samt Tasse. | Foto: Maria Staggenborg

„Schön, dass so viele der Einladung zu unserem ersten Campinggottesdienst in diesem Jahr gefolgt sind“, begrüßte Diakon Friedel Nähring die fast einhundert Gäste am vergangenen Samstag auf dem Camping-platz am Offlumer See. Gemeinsam mit einem Team von sechs Frauen und drei Männern organisiert er die Gottesdienste schon seit Jahrzehnten.

Jeden Samstag um 16.30 Uhr

Von Pfingsten bis zum Ende der NRW-Sommerferien ist nun wieder je-den Samstag um 16.30 Uhr eine Vorabendmesse zum Sonntag im Campingheim. Eine inzwischen zur Tradition gewordene Einrichtung, die vor 41 Jahren vom früheren Pfarrer in Rheine Herz-Jesu und heutigen emeritierten Weihbischof Friedrich Ostermann ins Leben gerufen wurde.
Friedel Nähring hat einen Stamm an Priestern aus den umliegenden Orten, die sich in jedem Jahr bereiterklären, die heilige Messe auf dem Campingplatz zu zelebrieren. Einer, der von Anfang an dabei war, Pfarrer Alfred Brömmelhaus, hat auch in diesem Jahr wieder den Auftakt ge-macht und tut es mit Leidenschaft. „So Gott will und ich es kann, werde ich auch gerne im nächsten Jahr wieder dabei sein“, so der inzwischen über 80-jährige Priester.

Weihbischof em. Ostermann kommt am 9. Juli

Leitgedanke in Brömmelhaus´ Predigt war, passend zum Pfingstfest, der heilige Geist, auf den die Menschen in Not und Gefahren hoffen. „Aber einfach nur zu sagen `Komm mal und mach was´, das funktioniert nicht. Beten, glauben und vertrauen auf die Hilfe Gottes und des von ihm gesandten heiligen Geistes ist die Pfingstbotschaft“, so Brömmelaus und spielt damit auch auf die momentane Situation der Kirche an; auf die immer leerer werdenden Gotteshäuser und den Glaubensverlust.


Gut hundert Gottesdienstbesucher konnte Diakon Friedel Nähring beim ersten Gottesdienst der neuen Campingsaison begrüßen.

Gut hundert Gottesdienstbesucher konnte Diakon Friedel Nähring beim ersten Gottesdienst der neuen Campingsaison begrüßen. | Foto: Maria Staggenborg

Als kleines Dankeschön für sein Kommen und Wirken überreichte Diakon Nähring dem Teetrinker Brömmelhaus ein Päckchen Tee und eine schwarze Tasse, auf der in weißer Schrift geschrieben steht „Ich gehöre zu Gottes Bodenpersonal“. Kirche und Glauben kann eben auch Spaß machen. Und wer an diesem Spaß teilhaben möchte ist bis zum 13. August auch als Nicht-Camper eingeladen zu den schlichten, aber sehr harmonischen Gottesdiensten je- den Samstag um 16.30 Uhr in der Scheune des Campingplatzes.

Wir-Gefühl

Lieder werden aus dem alten Gotteslob ohne Orgelbegleitung kräftig mitgesungen und die räumliche Begrenzung erzeugt ein Wir-Gefühl, eine Atmosphäre, die inzwischen auch von Gläubigen aus der Nachbarschaft des Campingplatzes geschätzt wird.

Ganz besonders wird schon jetzt auf den Gottesdienst hingewiesen, den der Campingkirchengründer Weihbischof em. Friedrich Ostermann am 9. Juli zelebrieren wird. Ebenso auch auf die alljährliche Wallfahrt zum Haus Loretto, die am 19. August den Abschluss der diesjährigen Campingkirchensaison bildet.