Impressionen von der Neuenkirchener Kirmes. | Foto: Tom Wunderlich

Impressionen von der Neuenkirchener Kirmes. | Foto: Tom Wunderlich

Da hat der Wettergott es dieses Jahr doch wesentlich besser mit den Neuenkirchenern gemeint als im letzten Jahr. Bei fantastischem Kirmeswetter eröffnete Bürgermeister Franz Möllering am Samstag pünktlich um 17 Uhr mit dem Fassanstich, der ihn mit nur einem Schlag gelang, die Kirmes in Neuenkirchen.

Schon am Nachmittag und in den frühen Abendstunden war der Festplatz und die Marktstraße gut mit Besuchern gefüllt. Die Schausteller und Budenbetreiber waren sichtlich zufrieden mit dem großem Andrang gleich zu Beginn der drei Kirmestage.

Begeisterung für Jung und Alt

Viele Schausteller, die schon seit Jahren immer wieder die Neuenkirchener Kirmes beschicken, sorgten auch in diesem Jahr wieder für gute Stimmung und tolle Feierlaune. So waren unter anderem natürlich der Musikexpress, Breakdance, Autoscooter, Devils Dance sowie diverse Kinderkarussells vor Ort. Jolina und Joana Schaaf, zwei fünfjährige Zwillinge aus Essen, die zur Zeit Urlaub auf dem Campingplatz am Offlumer See machen,
freuten sich besonders über die zusätzliche Urlaubsüberraschung.

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„Kirmes ist so toll“, waren sich die Zwillinge einig, als sie freudestrahlend die bunten Luftballons in Empfang nahmen, die ihre Oma ihnen zur Feier des Tages spendierte. Gleich noch eine Zuckerwatte und vielleicht nochmal Bälle werfen und der Tag war perfekt.
Auch begeistert von dem bunten Treiben, aber dennoch etwas zurückhaltender waren die Neuenkirchener Ingrid und Horst Wunder. „Wir freuen uns für die Jugend und wünschen allen hier viel Spaß, aber in unserem Alter schauen wir uns das Ganze gerne auch mit etwas Abstand an. Wilde Karussellfahrten haben wir früher auch geliebt, heute essen wir gerne mal ein leckeres Fischbrötchen oder ein paar gebrannte Mandeln“, so das rüstige Rentnerehepaar.

Preise wie letztes Jahr

Impressionen von der Neuenkirchener Kirmes. | Foto: Tom Wunderlich

Impressionen von der Neuenkirchener Kirmes. | Foto: Tom Wunderlich


Das Preisniveau hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht besonders verändert, 100 Gramm gebrannte Mandeln gab es für drei Euro, eine Karussellfahrt kostete im Durchschnitt drei Euro und an der Schießbude waren pro Schuss 60 Cent fällig. Für eine Fahrt im Kinderkarussell musste man 2,50 Euro auf den Tresen legen. Ganz billig ist so ein Kirmesbesuch – besonders für Familien mit mehreren Kindern – nicht, aber Kirmes ist ja schließlich auch nur einmal im Jahr.

Feuerwerk begeisterte

Als abends dann langsam die Dunkelheit über die Kirmes hereinbrach, sorgte die tolle Beleuchtung der Fahrgeschäfte und Kirmesbuden sowie der Geruch von Zuckerwatte, Popcorn und Lebkuchenherzen für eine ganz besondere Stimmung.
Um kurz nach 22 Uhr startete dann noch das alljährlich stattfindende Feuerwerk, das die Schausteller für alle Besucher der Neuenkirchener Kirmes organisiert haben. Hierzu unterbrachen die Fahrgeschäfte extra ihre Musik und löschten für ein paar Minuten die Lichter, um allen ein ungetrübtes Feuerwerksvergnügen zu ermöglichen.

Positiver Rückblick auf das Wochenende

August Diercksen (2.v.r.) zusammen mit dem Thekenteam am Montagabend auf der Kirmes. | Foto: Stefan Klausing

August Diercksen (2.v.r.) zusammen mit dem Thekenteam am Montagabend auf der Kirmes. | Foto: Stefan Klausing

Obwohl am Sonntag ein paar kleine Schauer und am Montag der Nieselregen über Tag das Kirmesvergnügen ein wenig getrübt haben, gab es am Montagabend dennoch einen gelungenen Abschluss des Kirmeswochenendes. „Nachdem wir letztes Jahr drei Tage Regenwetter hatten, können wir dieses Jahr ganz zufrieden sein“, sagt Autoscooter-Betreiber Philipp Heitmann. Gut, das Fahrgeschäft ist komplett überdacht und daher wetterunabhängiger als andere Fahrgeschäfte, aber wenn niemand zum Kirmesplatz kommt, ist auch dort nix los.

Petra Heitmann vom Fischstand gegenüber ist mit dem Kirmeswochenende ebenfalls gut zufrieden. Auch August Diercksen, Vorsitzender des Neuenkirchener Wirtevereins, steht gut gelaunt auf dem Bierstand zwischen Musikexpress und Break Dance. „Wir können uns eigentlich nicht beklagen. Es war deutlich besser als im letzten Jahr“, so Diercksen. Allerdings sind deutlich weniger Gruppen am Montag unterwegs als noch vor ein paar Jahren. „Das wird leider immer weniger“, bedauert Diercksen.