Karikatur: Heinrich Schwarze-Blanke

Karikatur: Heinrich Schwarze-Blanke

Das Naturfreibad Neuenkirchen gibt es seit 1952 und ist aus dem Baggerloch eines Sandwerks entstanden. 1966 kam dann das heute häufig genutzte 50-Meter-Schwimmbecken hinzu. Grund genug für die Gemeinde, dieses Jubiläum mit einem Aktionstag am Samstag, 13. August, im Freibad zu feiern. Der damalige Bürgermeister Bernhard Lorenbeck eröffnete die neue Anlage in einer Feierstunde, Kaplan Johannes Haber gab dem ganzen den geistlichen Segen.

Rund 30.000 Quadratmeter standen den Sonnenanbetern nun an der Wettringer Straße zur Verfügung. Neben dem Hauptbecken, das 1.650 Kubikmeter (1.650.000 Liter) Wasser fasst, sind der Sprungturm sowie die Sprungbretter entstanden. In den 80er-Jahren kam ein neues Kinderplanschbecken hinzu, 1983 ist die große 50 Meter lange Wasserrutsche gebaut worden.

Drei Wettbewerbe am Aktionstag

Am Baggerloch an der Wettringer Straße wurde 1952 ein Nichtschwimmer- und Planschbecken errichtet. Dieses wurde 1966 vom neuen Schwimmbecken abgelöst.

Am Baggerloch an der Wettringer Straße wurde 1952 ein Nichtschwimmer- und Planschbecken errichtet. Dieses wurde 1966 vom neuen Schwimmbecken abgelöst. | Foto: Privatarchiv

Seit einigen Jahren sorgt zudem eine rund 500 Quadratmeter Solaranlage auf dem Dach der Umkleiden für angenehme Wassertemperaturen – wenn denn die Sonne scheint, zumindest ein bisschen. „Es reicht schon, wenn man im Freien ein wenig blinzeln muss“, erklärt Betriebsleiter Michael van den Berg. Dann sei schon genug Sonne da, um die Solarleitung zu wärmen. Überhaupt sei gutes Wetter das A und O in einem Freibad, so van den Berg weiter.


Ein verregneter Sommer schlägt sich gleich in den Besucherzahlen nieder. „Wobei ich dieses Jahr überrascht bin. Im Mai und Juni lagen wir deutlich über dem Vorjahr. Dabei fühlt sich der Sommer irgendwie anders an“, sagt van den Berg. Bereits Ende Juli wurde das Freibad 19.630 mal besucht, 2015 waren es zu diesem Zeitpunkt rund 3.000 Besuche weniger.  Vielleicht wird die Marke ja am Samstag gebrochen, wenn es einen Aktionstag zum Schwimmbecken-Jubiläum gibt. Die Wetteraussichten sehen zumindest nicht schlecht aus.

Eintrittspreise wie vor 50 Jahren

„Am Jubiläumstag nehmen wir Eintrittspreise, fast wie vor 50 Jahren“, sagt van den Berg. Einen Euro zahlen Erwachsene, Kinder 50 Cent. „Damals waren es allerdings eine Mark und 50 Pfennig“, so van den Berg. Um 9 Uhr öffnen wie gewohnt die Tore, das Jubiläumsprogramm beginnt mit einem Staffelrutschen um 11 Uhr. Gegen 13 Uhr folgt die Luftmatrazenstaffel im See. Höhepunkt des Nachmittags wird sicherlich der „Arschbombenwettbewerb“ ab 15 Uhr.

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Betriebsleiter Michael van den Berg | Foto: Klausing

Die fachkundige Jury mit Bürgermeister Franz Möllering, Michael van den Berg und Kioskbetreiberin Gerlind Volkert wird die Springer nach Haltung, Outfit und Wasserspritzer bewerten.  Den drei Bestplatzierten winken in den einzelnen Wettbewerben Gutscheine im Wert von 30, 20 und 10 Euro. Unter allen Teilnehmern wird zusätzlich eine Familienjahreskarte für die Saison 2017 verlost. Die Verlosung und Siegerehrung finden um 16.30 Uhr statt.

Neben den Wettbewerben wird auch die Freiwillige Feuerwehr beim Jubiläum vertreten sein, ebenso die DLRG, die unter anderem Schnuppertauchen anbietet, ihre Wettkampf- und Rettungsschwimmer ins Wasser lässt sowie Erste Hilfe bei Badeunfällen vorführt.