Zur Vorstellung der Preisträger im Architektenwettbewerb kamen am Donnerstagabend nur wenig Bürger. | Foto: Stefan Klausing

Zur Vorstellung der Preisträger im Architektenwettbewerb kamen am Donnerstagabend nur wenig Bürger. | Foto: Stefan Klausing

Die Neuenkirchener Vereine und Verbände drängen seit Jahren auf eine Bürgerhalle, die Emmy-Noether- und Ludgerischule auf eine Mensa. Mit der kombinierten Lösung an der Friedrich-Bülten-Straße will die Gemeinde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein Architektenwettbewerb mit namhaften Büros aus ganz Deutschland hat gezeigt, was auch in Neuenkirchen möglich sein kann. Doch scheinbar hat es am Donnerstagabend – fast – keinen interessiert. Zur Vorstellung der vier Preisträger des Architektenwettbewerbs kamen gerade einmal 15 Besucher in den Ratssaal der Gemeinde, knapp die Hälfte davon Fraktionsmitglieder. Dabei wäre jetzt Gelegenheit gewesen, sich als Nutzer einer künftigen Veranstaltungshalle in die endgültige Planung einzubringen.

Zur Vorstellung der Preisträger im Architektenwettbewerb kamen am Donnerstagabend nur wenig Bürger. | Foto: Stefan Klausing

Nina Vollmann erläuterte die vier Entwürfe. | Foto: Stefan Klausing

Nina Vollmann vom Büro Post und Welters aus Dortmund, die das Projekt betreut, stellte den wenigen, interessierten Besuchern die Entwürfe vor und erläuterte die Unterschiede. „Der 1. Preis ist der einzige Entwurf, der seinen Saal zur Innenhof ausgerichtet hat“, erklärt die Projektleiterin. Das sorge schon alleine für einen Schallschutz zur Friedrich-Bülten-Straße hin und integriere gut den Pausenhof. Ein weitere Pluspunkt sei der überdachte Übergang, „so können die Kinder bei Regen trocken in die Mensa gelangen“. Auch die Raumaufteilung im Innern erklärte Vollmann und welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Herangehensweisen mit sich bringen.

Wenig Parkplätze an der Halle

Diskutiert wurde im Anschluss wenig, einzig die Parkplatzsituation – an der Halle selbst sollen rund 16 Parkplätze entstehen, die bestehenden Parkplätze fallen weg – sorgte für Unverständnis bei einigen Besuchern. Doch Bauamtsleiter Philipp Hänsel erklärte, wie es sich bauordnungsrechtlich verhalte und welche Probleme bei einer solchen innerörtlichen Halle zu berücksichtigen sind. „Bei der Wahl des Standortes war ganz klar die Nähe zur Emmy-Noether-Schule und zur Ludgerischule ausschlaggebend“, so Hänsel. „Wir müssen fußläufig eine gewisse Anzahl an Parkplätzen nachweisen und das können wir auch.“ Außerdem gehe man davon aus, dass viele Neuenkirchener die günstige Lage nutzen, um mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu den Veranstaltungen zu kommen.


Zur Vorstellung der Preisträger im Architektenwettbewerb kamen am Donnerstagabend nur wenig Bürger. | Foto: Stefan Klausing

Mitglieder von Vereinen, Schule und aus der Politik sind zur Vorstellung gekommen. | Foto: Stefan Klausing

Weitere Fragen, wie etwa die Anzahl der Bestuhlung bei Veranstaltungen oder nach der Bühnengröße konnten direkt beantwortet werden. Welche technische Ausstattung (Beleuchtung, Lautsprecher, etc.) später vorhanden sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. „Das werden wir sehen, wenn der endgültige Plan feststeht“, so Bürgermeister Franz Möllering.

Fertigstellung erst Mitte 2018

Zum zeitlichen Ablauf konnten Möllering und Hänsel nur eine grobe Einschätzung geben. „Wir wollen eigentlich zum Beginn des Schuljahres 2018/19 mit der Mensa fertig sein“, so Möllering. Hänsel geht davon aus, dass im Sommer nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden kann. „Es gilt, im weiteren Verlauf des Wettbewerbs auch Fristen zu wahren“, ergänzte Nina Vollmann. Schließlich hätten die Architekten nun die Gelegenheit, ihre Entwürfe mit den Anmerkungen des Preisgerichts, der Gemeinde – und auch aus der Versammlung am Donnerstagabend – zu überarbeiten. Die Gespräche dazu sollen in den nächsten Wochen stattfinden.

Zur Vorstellung der Preisträger im Architektenwettbewerb kamen am Donnerstagabend nur wenig Bürger. | Foto: Stefan Klausing

Zur Vorstellung der Preisträger im Architektenwettbewerb kamen am Donnerstagabend nur wenig Bürger. | Foto: Stefan Klausing