„Ich finde es eine sehr gute Chance, die einzelnen Berufe kennenzulernen“, so der 14-jährige Tim zur Berufswahlmesse an der Emmy-Noether-Schule. Die Messe fand am Donnerstagmorgen für die 8. bis 10. Klassen in der Dreifach-Sporthalle der Schule statt. „Ich habe hier schon zwei für mich spannende und interessante Berufe gefunden“, so der Achtklässler weiter.

Knapp 30 Aussteller – gut die Hälfte davon aus Neuenkirchen –hatten sich die Zeit genommen, um die Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten und weitere Schulabschlüsse zu informieren. Egal ob Handwerk, Pflegeberufe oder einen Job bei der Finanzverwaltung oder Sparkasse – die Bandbreite war enorm. „Viele Schüler wissen gar nicht, dass man auch mit einer mittleren Reife bei uns anfangen kann“, sagt Günter Lücke von der Kreissparkasse.

Schulen auch mit auf der Messe

Aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten wurden am Rande der Messe erklärt. Markus Geyer (Zweirad Heemann): „Die Messe wird von den Kindern sehr gut angenommen. Viele informieren sich, was man nach der Ausbildung zum Zweiradmechtroniker noch für Fortbildungsmöglichkeiten hat.“ Doch nicht nur Berufe wurden vorgestellt, auch andere Schulen kamen zur Emmy, darunter das Arnold-Janssen-Gymnasium, die Kaufmännischen Schulen Rheine oder die Private Handelsschule Middendorf. Dort erfuhren die Jugendlichen, welche weiteren Schulabschlüsse sie nach dem Besuch der Emmy-Noether-Schule noch anstreben können.


Nachwuchsprobleme im Handwerk

„Ich finde es eine tolle Sache, dass sich die Firmen Zeit nehmen für die Kinder“, sagte Bürgermeister Franz Möllering nach der Eröffnung der Messe. Denn auch die Betriebe würden davon profitieren. „Einige Handwerksbetriebe haben wohl Probleme, Nachwuchs zu kriegen“, so Möllering weiter. Für die sei das natürlich eine gute Gelegenheit, sich um potenzielle Bewerber zu bemühen. „Und wer weiß, vielleicht wird ja heute schon der ein oder andere Praktikumsplatz vergeben.“

Auch Schulleiterin Ulrike Eckrodt-Schmeing war erfreut, über die große Resonanz der Messe. Zwar hätten auch Firmen wieder absagen müssen, aber dafür haben sich noch bis zum letzten Tag neue gemeldet. Bis zum Nachmittag hatten die Schüler klassenweise Zeit, sich über ihre berufliche oder schulische Zukunft zu informieren.