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Eine Scheune brennt in der Bauernschaft in St. Arnold. | Foto: Gehring

Die Freiwillige Feuerwehr war am Sonntag im Einsatz, um den Scheunenbrand an der Emsdettener Straße in der Bauerschaft Rote Erde in St. Arnold zu bekämpfen. Da in der Halle große Mengen an Stroh gelagert sind, entstand durch den Brand eine große Rauchentwicklung, die weit über die Grenzen Neuenkirchens zu sehen war.

Aus den Nachbarorten Rheine und Wettringen wurde Unterstützung angefordert, auch aus Emsdetten waren Einsatzkräfte vor Ort. Zusätzlich wurde noch die Drehleiter aus Emsdetten angefordert, damit der Brand gezielt von oben bekämpft werden konnte.

Ziemlich schwierig gestaltet sich die Wasserversorgung in diesem Außenbereich. Anfangs dienten die Tanks der vor Ort eingesetzten Löschgruppenfahrzeuge zur Erstmaßnahme. Parallel dazu  pendelten mehrere Tanklöschfahrzeuge zwischen der Einsatzstelle und diversen Wasserhydranten, um die Wasserversorgung aufrecht zu halten.

Wasserversorgung schwierig

Zur weiteren Unterstützung der Wasserversorgung wurde ein Spezialfahrzeug aus Emsdetten hinzugerufen, welches mit einem HFS-System ausgerüstet ist (HFS=Hytrans Fire System). Dieses ist ein Wechselladerfahrzeug, welches für die Schaffung leistungsfähigere Wasserfördereinheiten zuständig ist. Hier wurde ein ca. 1,5 Kilometer langer und dicker F-Schlauch (150 Millimeter Durchmesser) gelegt, um das Wasser aus einem See fördern zu können. Für den Einsatz dieses Spezialfahrzeuges, welches dem Katastrophenschutz NRW unterstellt ist, war extra eine Sondergenehmigung vom Land NRW nötig.

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Das brennende Stroh musste zunächst abgelöscht werden, damit die Strohballen auseinander gefahren werden konnten. In der Halle standen auch mehrere Maschinen und Fahrzeuge, die zu Schaden gekommen sind. Da die Wasserversorgung vom Grafensteiner See über die Emsdettener Straße zur Einsatzstelle aufgebaut war, wurde die Emsdettener Straße für die Dauer des Einsatzes weiträumig von der Polizei gesperrt und gegen 18 Uhr wieder freigegeben. Der Einsatz war für die Feuerwehr nach gut zehn Stunden beendet. Am Gerätehaus mussten dann die Fahrzeuge und die persönliche Ausrüstung für den nächsten Einsatz wieder ausgestattet werden.


Am Abend musste die Feuerwehr noch einmal zu Nachlöscharbeiten ausrücken.

Insgesamt waren am Sonntag knapp 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und DRK vor Ort, auch der Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier und sein Stellvertreter Werner Henrichsmann waren vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. Bürgermeister Franz Möllering wurde ebenfalls über den Einsatz informiert.

Tatkräftige Unterstützung durch das DRK

Da sich bereits morgens abzeichnete, dass der Einsatz länger dauern wird, hatte Einsatzleiter Rolf Bücker das DRK zur Versorgung der Einsatzkräfte alarmieren lassen. Die zwölf freiwilligen Helfer des DRK-Ortsvereins kümmerten sich derweil um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Personen wurden nicht verletzt. Die Pferde konnten auf einer nahe gelegenen Weide untergebracht werden und kamen ebenfalls nicht zu Schaden. Neben den Mengen an Stroh befand sich außerdem landwirtschaftliches Gerät in der Scheune, auf dem Dach eine Photovoltaikanlage. Die Ermittlungen zur Brandursache sind von der Kripo aufgenommen worden. Der Schaden wird deutlich im sechsstelligen Eurobereich geschätzt.

Erstmeldung: Vollalarm am Sonntag morgen um 7.59 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr in Neuenkirchen. Eine Scheune brennt in der Bauerschaft Rote Erde in St. Arnold an der Emsdettener Straße. Die Rauchsäule war bereits von Weitem zu sehen. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen sind auch Einsatzkräfte aus den Nachbarorten Emsdetten, Rheine und Wettringen im Einsatz. Unser Reporter ist vor Ort. Es wird nachberichtet.

Fotos: Markus Gehring und Stefan Heuermann