In der Friedensstraße 14 hat die Feuerwehr die Menschenrettung aus einem Verrauchtem Haus geübt. Das Gebäude wird demnächst abgerissen.

In der Friedenstraße 14 hat die Feuerwehr die Menschenrettung aus einem verrauchtem Haus geübt. Das Gebäude wird demnächst abgerissen. | Foto: Stefan Heuermann

Der Rauch war von Weitem schon zu sehen. Im Fenster des ersten Stockwerks befanden sich zwei jungen Männer, die bereits auf Hilfe warteten. Die Rauchmelder tönten am Montagabend bereits in vollem Gange, als die Kameradinnen und Kameraden der Neuenkirchener Feuerwehr um 19.05 Uhr zu einer Übung ausrückten.

Markus Puttkammer und Ralf Mai (v.l.) haben die Übung vorbereitet. Wehrführer Ralf Stoltmann (r.) war an diesem Abend"nur" Beoabachter. | Foto: Stefan Heuermann

Markus Puttkammer und Ralf Mai (v.l.) haben die Übung vorbereitet. Wehrführer Ralf Stoltmann (r.) war an diesem Abend „nur“ Beoabachter. | Foto: Stefan Heuermann

„Dachstuhlbrand, näheres sei nicht bekannt“, hieß es bei den zeitgleichen Meldungen einiger Passanten, die bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr eingingen. Aufgrund der unklaren Lage entschied sich die Leistelle für Vollalarm für die Feuerwehr Neuenkirchen und schickte zusätzlich einen Rettungswagen aus Emsdetten zur Einsatzstelle an der Friedenstraße 14 im Ortskern – soweit die Infos der Übungsverantwortlichen Markus Puttkammer und Ralf Mai.

Personenrettung hat Vorrang

Einsatzleiter Rolf Bücker teilte die Einsatzkräfte ein und ordnete die Personenrettung an. Durch die starke Rauchentwicklung konnte das Haus nur mit schwerem Atemschutz betreten werden. Die Personen im ersten Obergeschoss wurden mit einer Leiter gerettet. Das Gebäude wurde nach weiteren Verletzten durchsucht. Der dichte Rauch der neuen Nebelmaschine, die für realistische Bedingungen im Übungsobjekt sorgte, erschwerte die Orientierung und somit die Rettung der Verletzten.

In der Friedensstraße 14 hat die Feuerwehr die Menschenrettung aus einem Verrauchtem Haus geübt. Das Gebäude wird demnächst abgerissen.

Mit der Leiter wurden die „Bewohner“ aus dem Haus evakuiert. | Foto: Stefan Heuermann


Insgesamt mussten sieben Personen gerettet werden. Vier Personen waren nicht verletzt und konnten über die Leiter selbständig das Gebäude verlassen. Zwei Personen mussten durch den „Rettungsdienst“ behandelt werden, eine weitere Person war sogar laut Lageeinspielung reanimationspflichtig, so dass ein dritter Notarzt über den Einsatzleitwagen zum Einsatzort bestellt wurde.

Da sich die Einsatzstelle mitten im Ortskern von Neuenkirchen befand, lag ein wichtiger Punkt bei dieser Übung auf der Verkehrssicherung. Im Ernstfall würde die Polizei diesen Part übernehmen.

Nebelmaschine für die Ausbildung gesponsert

Wehrführer Ralf Stoltmann zeigte sich zufrieden mit den Leistungen seiner Feuerwehrfrauen und -männer und resümierte „Ich bin unheimlich stolz auf mein Team, auf die kann man sich verlassen!“

Die neue Nebelmaschine, die bei dieser Übung erstmals zum Einsatz kam, wurde von der Kreisparkasse Steinfurt und der VR-Bank Kreis Steinfurt gesponsert. Dafür bedankte sich der Wehrführer im Namen seiner Kameradinnen und Kameraden bei den Vertretern der Neuenkirchener Geldinstitute, die die Übung interessiert mitverfolgten, persönlich.

Sparkasse und Volkbank haben zusammengelegt und eine Nebelmaschine für die Neuenkirchener Feuerwehr gesponsert. | Foto: Stefan Heuermann

Sparkasse und Volkbank haben zusammengelegt und eine Nebelmaschine für die Neuenkirchener Feuerwehr gesponsert. | Foto: Stefan Heuermann