Die ADFC-Radgruppe vor dem Schloß Surenburg in Hörstel-Riesenbeck.

Die ADFC-Radgruppe vor dem Schloß Surenburg in Hörstel-Riesenbeck. | Foto: Bischoff

Zur diesjährigen Saisonabschluss-Tour der ADFC-Ortsgruppe Neuenkirchen am vergangenen Samstag konnte Teamsprecher Edmund Bischoff – einschließlich der vier ADFC-Tourenleiter – insgesamt 15 Teilnehmer begrüßen. Pünktlich um 10 Uhr starte die Radgruppe von den Trichtertürmen am Offlumer See zu einer rund 60 Kilometer langen Saisonabschluss-Tour durch heimische Gefilde. Tourenleiter Willi Stroetmann hatte eine abwechslungsreiche Strecke ausgearbeitet.

Bei kühlen elf Grad Celsius ging es auf bekannten Pfaden Richtung St. Arnold und dort über die „Rad-Bahn Münsterland“ am neuen Boule-Platz vorbei Richtung Emsdettener Venn. An Mesum vorbei ging es weiter bis zur Bockholter Ems-Fähre. Dort hieß es: „Fährmann, hol‘ über!“ und „Alle Mann an Bord?“ Bei 16 Personen mit Rädern bedeutete das für den Fährmann zweimal hin und zurück. Als die letzten ADFC-Radler ausgebootet waren, wartete bereits die nächste Gruppe am Gasthaus auf die Überfahrt.

Als eine Einheit unterwegs

Gut gemischt – die Radgruppe bei der ADFC-Saisonabschluss-Tour 2016 | Foto: Nolte

Gut gemischt – die Radgruppe bei der ADFC-Saisonabschluss-Tour 2016 | Foto: Nolte


Durch die Elter Dünen ging es bei stetig steigenden Temperaturen weiter. Inzwischen hatten auch alle Tour-Teilnehmer das Prinzip „Critical Mass“ verstanden. Bei einer Radgruppe von 16 Mann, mit erkennbarem Gruppenanfang und Gruppenende, dürfen die Radler – sofern sie geschlossen zusammenfahren – zu zweit nebeneinander radeln und gelten als ein Verkehrsteilnehmer.
Über asphaltierte Wirtschaftswege und gut befahrbare Waldwege ging die Tour weiter. Nur einmal zwang eine kleine Bühlsand-Strecke den ein oder anderen zum Absteigen. Die Picknick-Pause verbrachte man in Riesenbeck am Schloss Surenburg, dem Sitz der Familie Heereman van Zuydtwyck. Diese Wasserburg ist heute das bedeutendste weltliche Bauwerk des Tecklenburger Landes. Es gehört nach Lage und Gestalt zu den besonders malerischen Schlössern des Münsterlandes.

Gestärkt ging es dann Richtung „Zum nassen Dreieck“. Dort treffen der „Dortmund-Ems-Kanal“ und der „Mittellandkanal“, auch „Ems-Weser-Elbe-Kanal“ genannt
– aufeinander. Das Thermometer zeigte inzwischen fast 20 Grad Celsius und einige kleinere ‚Bergprüfungen‘ trieben den Radlern die ersten Schweißtropfen auf die Stirn. Es wurde also Zeit, den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Unglaublich – Anfang Oktober im T-Shirt am Wasser sitzen und ein Hefe-Weizen trinken – wer hätte das gedacht?
Ein ganzes Stück am Kanal entlang und dann weiter auf verschlungenen Pfaden Richtung Bevergern. Willi Stroetmann stoppte am Geburtshaus von Victor Lutze, der 1938 unmittelbar an der Bevergerner Aa das Gut Saltenhof für sich als Herrensitz errichten ließ. Das Anwesen wird heute als Hotel genutzt.

Übers Fichtenvenn

Weiter ging es Richtung „Fichtenvenn“ durch Rheine-Gellendorf und von dort – zeitweise die Ems entlang – durch den Bent-
lager Wald zum „Kloster Bentlage“. Hier legte die Radgruppe eine letzte Pause ein – versüßt durch Kaffee und Kuchen, um dann über Wadelheim und Landersum Richtung Heimat zu den Trichtertürmen am Offlumer See zurück zu radeln.

Alle Teilnehmer waren sich einig: Eine super abwechslungsreiche Streckenführung und gutes Radelwetter haben diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.