Die Decke strahlt wieder hell. | Foto: Klausing

Die Decke strahlt wieder hell. | Foto: Klausing

Das Gerüst ist weg, der Restaurator hat am Freitag, 21. Oktober, die letzten Pinselstriche gezogen. Jetzt muss nur noch die Trennwand verschwinden, dann kann die St.-Anna-Kirche wieder in voller Größe genutzt werden – zumindest fast.

Hauptportal bleibt geschlossen

„Wir wollen in der Adventszeit, spätestens an Weihnachten wieder den gesamten Kirchenraum nutzen und den Altar wieder an seinem gewohnten Platz haben“, erklärt Heinz Hölscher vom Pfarreirat auf Anfrage des Mitteilungsblattes. Allerdings bleibt das Hauptportal weiter verschlossen, da im nächsten Jahr die Arbeiten im mittleren Teil der Kirche fortgesetzt werden.

Das Gerüst ist weg. | Foto: Klausing

Das Gerüst ist weg. | Foto: Klausing

In den letzten Monaten stand den Gläubigen nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Kirche zur Verfügung. Die Messen zu Weihnachten, zur Kommunion und auch mancher Schützenvereine fanden dicht gedrängt im nördlichen Teil der Kirche statt. Das Gerüst, das notwendig war, um die Restaurationsarbeiten an der Decke und im Altarraum ausführen zu können, ist am Freitag abgebaut worden.

Alles Handarbeit

Im Frühjahr 2017 sollen dann die Arbeiten im mittleren Teil der Kirche fortgesetzt werden, somit wird das Netz, das über den Kirchenbänken hängt, auch im Winter den Anblick der Kirche ein wenig beeinträchtigen. Die Arbeiten in der Kirche sollen noch bis 2019 dauern.

Restaurator Viktor Herzog macht die letzten Pinselstriche. | Foto: Klausing

Restaurator Viktor Herzog macht die letzten Pinselstriche. | Foto: Klausing


„Wir können hier nicht mit Maschinen arbeiten“, erklärte Restaurator Viktor Herzog am Freitag gegenüber dem Mitteilungsblatt. Einzig der Staubsauger kam regelmäßig zum Einsatz. „Wenn wir hier den Putz losmachen, dann müssen wir verhindern, dass der Staub überall landet“, so Herzog weiter. Alles andere ist Handarbeit. Putz los nehmen und erneuern, die richtige Mischung für den Kalkputz finden, ebenso den richtigen Farbton treffen. „Da mussten wir teilweise für eine Fläche unterschiedliche Schattierungen nehmen“, so Herzog.

Doch bevor neue Farbe aufgetragen werden konnte, musste erstmal der Ruß der vergangenen Jahrzehnte unter der Decke entfernt werden – und von den Goldauflagen in den Deckenbögen eine Fettschicht, die sich dort über die Jahre gebildet hat. Blickt man jetzt nach oben, glänzen die goldenen Bogen wieder über dem Altarraum und die Wände sind deutlich heller geworden.


St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing

St. Anna Kirche | Foto: Klausing