Nach der Ansprache wird der Kranz vom DRK zum Ehrenmal gebracht. | Foto: Maria Staggenborg

„Die Texte des heutigen Sonntags, so kurz vor Ende des Kirchenjahres, sollen uns wach rütteln, mahnen und erinnern. Sie sollen uns aber keine Angst machen“. Mit diesen Worten begann Diakon Guido Seidensticker den Gottesdienst des vergangenen Sonntags, der gleichzeitig auch der Volkstrauertag ist.

Krieg, Verfolgung und Vertreibung, Hunger, Naturkatastrophen, Terror sind Themen, die uns tagtäglich erreichen und aktueller sind denn je. Und gerade deshalb sei es so wichtig, sich über seine eigene Gottesbeziehung und seinen Glauben klar zu sein. Mut, Kraft, Ausdauer und Standhaftigkeit sind von Nöten, um den Wirren dieser Zeit entgegenzutreten und Frieden zu schaffen im eigenen Herzen, in der Familie, in der Gemeinde, in Stadt, Land und auf der ganzen Welt. So die Botschaft des Evangeliums.


Friedliche Zeit hierzulande ist keine Selbstverständlichkeit

Die Ansprache zur diesjährigen Gedenkveranstaltung hielt Martin Lürwer vom Heimatverein. | Foto: Maria Staggenborg

Die Ansprache zur diesjährigen Gedenkveranstaltung hielt Martin Lürwer vom Heimatverein. | Foto: Maria Staggenborg

Da ist der jährlich wiederkehrende Volkstrauertag eine gute Gelegenheit, sich klar zu machen, wie schnell durch eine kleine Unstimmigkeit der ganze Weltfriede ins Wanken kommen kann. „Wir dürfen die schrecklichen Ereignisse, die vielen Toten, die Kriegswitwen und –waisen der beiden Weltkriege nicht vergessen. Sie müssen uns eine Mahnung bleiben, denn unsere Demokratie, unsere friedliche Zeit hierzulande ist keine Selbstverständlichkeit. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst werden“, so Martin Lürwer vom Heimatverein, der in diesem Jahr die Ansprache zur Gedenkfeier des Volkstrauertages gehalten hat.

In Gedenken an die vielen Toten der beiden Weltkriege wurde unter Anteilnahme der Neuenkirchener Bürger, Vertreter der politischen Parteien, sowie der zehn Bannerabordnungen der Vereine ein Kranz am Ehrenmahl im Schatten der St.-Anna-Kirche niedergelegt. Ein für alle sichtbares Zeichen das erinnert, mahnt und wach rüttelt.