Die Helfer in Neuenkirchen haben sich am „Tante Ju“ getroffen. | Foto: Heuermann

Besser knackig kalt als Regen: Ausgerechnet wenn es mit dem Trecker durch Neuenkirchen und St. Arnold geht, kommt der Winter: Temperaturen unter null, Schnee und glatte Straßen hielten die Jugendverbände aber nicht davon ab, am Samstag die ausgedienten Weihnachtsbäume einzusammeln und am Hof Wessels am Burgsteinfurter Damm klein zu häckseln. Die klein gemachten Bäume werden später auf den Äckern im Umland ausgebracht.

Die gesammelten Bäume wurden auf dem Hof Wessels klein gehäckselt. | Foto: Heuermann

„Das Wetter war genau passend für die Aktion“, erklärt Dominik Kellers von der Landjugend. Zumindest sei das so besser gewesen als Regen. „Gegen Kälte kann man sich anziehen“, so Kellers weiter. Außerdem werde einem schon warm, wenn man die Bäume zusammen sucht. Zusammen mit den Messdienern war die Landjugend in Neuenkirchen unterwegs. Insgesamt rund 50 Personen, so Kellers.


Zum Aufwärmen eine Suppe

Rund 3.000 Euro sind bei der Aktion zusammengekommen. Wohin das Geld geht, konnte Kellers noch nicht beantworten: „Da müssen wir uns noch einmal zusammensetzen.“
In St. Arnold machten sich die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) zusammen mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) auf den Weg. Rund 20 Helfer waren dort unterwegs und haben die
alten Weihnachtsbäume und 1.150 Euro gesammelt.

Bis zum Nachmittag wurde in allen Ecken Neuenkirchens gesammelt, mittags gab es zur Stärkung – und natürlich zum Aufwärmen – eine heiße Suppe. An vielen Türen wurden die Sammler schon sehnsüchtig erwartet, damit endlich wieder Platz im Wohnzimmer herrscht, andere Neuenkirchener wollen ihren Baum lieber noch ein paar Tage behalten.
Die Zahlungsmoral ist dabei durchweg gut. Drei Euro pro Baum wurden eingesammelt, nur selten war trotz Tannenbaum niemand zu Hause anzutreffen oder kein Geld bei den Nachbarn hinterlegt.

„Ach du Schreck, der Baum muss weg!“ | Karikatur: H. Schwarze-Blanke