Elisa Hartmann hat den symbolischen Scheck persönlich an die Kinder in Mombasa überreicht. | Foto: privat

Viele strahlende Kindergesichter und eine überglückliche Heimleitung eines Waisenhauses in Mombasa, Kenia, können sich die Schülerinnen und Schüler der Emmy-Noether-Schule Neuenkirchen und der letzte Jahrgang der Heriburgschule auf ihre Fahne schreiben. Beim mittlerweile traditionellen Sponsorenlauf, bei dem die Kinder und Jugendlichen aller Standorte für gute Zwecke laufen und sich pro erlaufendem Kilometer von Familie, Freunden, Verwandten und weiteren Interessierten sponsern lassen, kam auch in diesem Jahr die beachtliche Summe von 25.161,30 Euro zusammen, die auf drei von den Schülerinnen und Schülern selbst gewählte Projekte aufgeteilt wurde.  Eines davon war in diesem Schuljahr ein Waisenhaus in Kenia. Elisa Hartmann, eine Lehrerin der Schule, engagiert sich auch privat für das „Calvary Zion Children’s home“,  stellte das Projekt vor und überbrachte persönlich in ihren Weihnachtsferien die Spende von 8.387,11 Euro.

50 Kinder auf engstem Raum

Im „Calvary Zion Children’s home“ leben 50 Kinder vom Babyalter bis hin zu jungen Erwachsenen, denen die Heimleitung Mama Jane ein zu Hause und vor allem eine Perspektive schenkt. Die Kinder leben dort auf engstem Raum, teilen sich teilweise zu zwölft kleine Zimmer und Betten. Auf großes Verständnis ist es daher gestoßen, dass die Erweiterung des Waisenhauses durch ein neues Gebäude mehr als nötig ist. Der Bau eben dieses neuen Hauses, in dem vor allem Platz sein soll für Gemeinschaftsräume sowie Schlafzimmer für die kleinsten und diejenigen mit besonderem Pflegebedarf, wurde bereits vor einiger Zeit gestartet, doch die Bauarbeiten kommen immer wieder ins Stocken.

Das haus muss noch zu Ende gebaut werden. | Foto: privat


Das Waisenhaus finanziert sich ausschließlich über Spendengelder ohne jegliche staatliche Förderung und so verwundert es nicht, dass die Bewältigung des Alltags, dazu gehören Gelder für Nahrung, Kleidung, Hygiene aber auch Schulgelder oberste Priorität hat. Wie viel dann für den Weiterbau des Hauses übrig bleibt, hängt folglich immer vom Eingang der freiwilligen Spenden ab. Die großzügige Spende der Emmy-Noether-Schule konnte also besser nicht platziert sein und wurde direkt auf das Baukonto überwiesen.

Lehrerin persönlich vor Ort

In den vergangenen Weihnachtsferien war Elisa Hartmann direkt vor Ort, übergab symbolisch den Scheck  und konnte sich ein Bild machen vom Vorankommen auf der Baustelle. Der Bauleiter des Hauses, ein in Mombasa lebender Deutscher, der sich ebenfalls ehrenamtlich engagiert, hat nach Eingang der Spende direkt Taten walten lassen. 

Es wurden Bodenbeläge gekauft, einige Räume wurden noch während des Aufenthalts der Lehrerin komplett gefliest, Strom-  und Wasserleitungen wurden gelegt, neuer Zement und Beton wurde angeschafft und auf der Baustelle herrscht seit dem reges Treiben. Im Sommer, so versprach man Elisa Hartmann, würden die ersten Räume nun endlich bezugsfähig sein. Auch hiervon wird sich die Lehrerin wieder vor Ort selbst überzeugen.