Freuen sich auf das neue Sprachcafé (v.l.): Ute Markwort, Herbert Perick, Eman Ahmed Saeed, Gerda Golbeck, Ellen Pfennig, Mohannad Ali, Reza Mohammadian. | Foto: Stefan Klausing

Lange haben die Aktiven der Neuenkirchener Flüchtlingshilfe nach einem Raum gesucht, wo sich Neuenkirchener, Flüchtlinge, Jung und Alt treffen und austauschen können. Jetzt haben sie endlich einen Raum von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen. Im Neubau am Alphons-Hecking-Platz entsteht das „Sprachcafé international“ – ein Treffpunkt zum Reden, lesen, Briefe schreiben, Fragen beantworten, Hausaufgaben machen und vieles mehr.

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„Ich bin froh, dass wir das Projekt endlich umsetzen können“, sagt Ellen Pfennig von der Flüchtlingshilfe im Gespräch mit dem Mitteilungsblatt. Aktuell wird der Raum – der sich am ehemaligen Saaleingang von Lorenbeck befindet – hergerichtet, damit am Flohmarkt-Samstag, 22. April, bereits von 11 bis 16 Uhr geöffnet werden kann. Danach hat das Sprachcafé dann mittwochs von 17 bis 19.30 Uhr regelmäßig geöffnet, um bei Kaffee oder Tee ins Gespräch zu kommen. Am Donnerstag wurde bereits eine neue Küche eingebaut und die ersten, gebrauchten Möbel sind auch schon vorhanden. Über die kommunale Integrationförderung wurden Zuschüsse für die Erstausstattung und die Miete beantragt, teilt Sozialamtsleiterin Gerda Goldbeck beim Ortstermin mit.

Im Neubau am Alphons-Hecking-Platz eröffnet ein Sprachcafé. | Foto: Stefan Klausing


„Wir wollen mit dem Café Neuenkirchener und Flüchtlinge näher zusammen bringen“, erklärt Ute Markwort das Konzept. In lockerer Runde sollen die Geflüchteten ihre Deutschkenntnisse verbessern können, daher sei es auch wichtig, dass auch die Neuenkirchener das Angebot nutzen. „Das kann auf vielerlei Arten erfolgen. Etwa bei Gesellschaftsspielen, Handarbeiten oder gemeinsamen Kochaktionen“, so Pfennig. So würden die Flüchtlinge lernen, sich in Alltagssituationen besser zu verständigen und im Gegenzug erfahren die Neuenkirchener mehr über die Kultur und Heimat der Syrer, Iraner, Marokkaner und anderen Nationen. „Wir sind in Neuenkirchenen so gut aufgenommen worden, wir möchten auch mal Danke sagen“, erklärt Reza Mohammadian. Er hofft, dass er das im Sprachcafé öfters machen kann.

Angedacht ist auch, ab und an Spezialitäten aus den Heimatländern vorzustellen, die auch in der neuen Begegnungsstätte gemeinsam zubereitet werden können, während im Hintergrund eine Partie „Mensch ärgere Dich nicht“ gespielt wird, so die Vorstellung der Organisatoren. „Wir wollen erst mal einen festen Tag in der Woche anbieten und schauen, wie es angenommen wird“, erklärt Ellen Pfennig. Die Bewirtschaftung erfolgt durch Ehrenamtliche von der Flüchtlingshilfe und den Flüchtlingen selbst. Darüber hinaus kann der neue Raum auch an anderen Tagen nach Absprache genutzt werden – etwa für Sprach-, Handarbeits- oder andere Kurse mit den Flüchtlingen. Wenn das Café von der Bevölkerung angenommen wird, könne man auch über weitere feste Öffnungszeiten nachdenken.

„Natürlich ist jeder willkommen, der sich engagieren möchte oder weitere Ideen hat“, fordert Pfennig die Neuenkirchener auf. Diese können einfach mittwochs ins Sprachcafé kommen oder sich direkt bei Ellen Pfennig, Telefon (05973) 23 93, melden.

 

Im Neubau am Alphons-Hecking-Platz eröffnet ein Sprachcafé. | Foto: Stefan Klausing

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Sprachcafé International

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Sprachcafé International 52.243240, 7.368629