Eine starke Rauchentwicklung konnte die Feuerwehr bereits auf der Anfahrt zum Betrieb Windhoff-Wassertechnik am Burgsteinfurter Damm ausmachen. „Brand Gewerbebetrieb Menschenleben in Gefahr“ lautete das Einsatzstichwort für die Übung am vergangenen Samstag. Ein Schwelbrand und drei vermisste Personen in der Produktionshalle waren das Szenario, dass sich Hauptbrandmeister Karl-Heinz Janning und Oberbrandmeister Ralf Mai für diesen Übungsnachmittag ausgedacht hatten.

Unter Palette eingeklemmt

Den Rauch in der Produktionshalle gab es tatsächlich, die neue Nebelmaschine der Feuerwehr hatte ganze Arbeit geleistet, um den vorrückenden Atemschutz-Trupps die Personensuche nicht zu einfach, aber dafür realistisch zu gestalten. So mussten die Zweiertrupps voll aufgerödelt, mit Hohlstrahlrohr, Feuerwehraxt, Lampe und Rettungsleine Meter für Meter in der Halle absuchen, um die drei vermissten Personen zu finden. Bei Zweien war die Rettung noch vergleichsweise einfach, da leistete die eingesetzte Wärmebildkamera sehr gute Hilfe, um die Personen in der undurchsichtigen Halle ausfindig zu machen. Die dritte Person (ein Dummy) war jedoch unter einer Palette eingeklemmt und wurde kurze Zeit später gefunden.

Hier war Kreativität, Geschick und Muskelkraft gefragt, um den Dummy aus seiner misslichen Lage möglichst in einem Stück zu befreien und dem Rettungsdienst übergeben zu können. Drei Trupps unter schwerem Atemschutz waren schließlich nötig, um die Rettung durchzuführen. Dabei sorgten Hebel und Muskelkraft dafür, dass die Palette zumindest so weit angehoben werden konnte, um die Puppe herauszuziehen.


Ziele erreicht

Während im Innern die Angriffstrupps die Rettung durchführten, bauten die Kameraden draußen die Wasserversorgung auf. In der schweren Einsatzkleidung bei den Temperaturen eine Schweißtreibende Angelegenheit. Schläuche wurden gerollt, Hydranten und Verteiler gesetzt. Einsatzleiter und Feuerwehrchef Ralf Stoltmann ist per Funk ständig über die Lage informiert und pendelt zwischen den beiden Einsatzabschnitten „Menschenrettung“ und „Brandbekämpfung“ umher, um den Einsatz der Lage entsprechend zu koordinieren. Doch nachdem die drei Vermissten gerettet wurden und die Mannschaft noch einmal ordentlich Wasser gegeben hatte, konnte die Übung schnell und erfolgreich beendet werden.

Die Ziele, Suchen nach vermissten Personen, Menschenrettung und der Aufbau und Betrieb einer Wasserversorgung mit Verkehrsabsicherung auf einer Hauptstraße, konnten alle erreicht werden, auch wenn die Truppe an manchen Stellen etwas kreativer war, als die Übungsleitung in der Planung vorgesehen hatte.

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feuerwehr übung windhoff 2017 52.229190, 7.373690 Feuerwehrübung bei Windhoff Wassertechnik