Die Kinder der 3b werfen einen Blick in den Schaukasten. | Foto: privat

Unter dem Titel „Rettet die Bienen“ ist in der Ludgerischule ein großes Gemeinschaftsprojekt gestartet. Zusammen mit den Imkern und dem NABU aus Neuenkirchen lernen die Grundschüler jede Menge über Bienen, Insekten und Pflanzen. Sie bauen kleine und große Bienenhotels, und zugleich wird der Schulgarten am Westfalenring mit neuen Hochbeeten, Blumen und Kräutern auf Vordermann gebracht. Nach dem Start hat das Projekt mittlerweile in den Klassen 1b und 3b ordentlich an Fahrt aufgenommen.

Mitte Mai kamen Jürgen Wiesmann und seine Kollegin Christiane de Jong vom NABU erstmals in die Klasse 1b und brachten einen ganz besonderen Gast mit: die Wildbiene Sumsel. Sumsel erklärte den Kindern mit Hilfe ihrer mitgebrachten „Leuchtblüte“ ganz viel über das Leben als Wildbiene. So lernten die Erstklässler, dass Wildbienen nur einen winzigen Stachel haben, mit dem sie nie stechen, und wie man sich am besten in der Nähe von Bienen verhält.

Besuch beim Imker

Natürlich erklärte Sumsel auch, wie und wofür Wildbienen Nektar und Pollen sammeln, wo sie gerne leben und warum sie den Schutz der Menschen brauchen. Besonders spannend wurde es für die Jungen und Mädchen, als die NABU-Mitglieder erklärten und an mitgebrachten Materialien zeigten, wie Wildbienen brüten – schließlich kommt ein ganzes Team vom NABU bald in die Ludgerischule, um mit den Kindern im Werkraum Bienenhotels zu bauen.


Die Kinder haben viel über Bienen erfahren. | Foto: privat

Die Kinder der Klasse 3b starteten mit einem Besuch von Imker Lothar Hempel in das Projekt. An insgesamt zehn Montagen wird immer mindestens ein Imker in die Klasse kommen. Dann dreht sich im Sachunterricht alles um die Honig- und Wildbienen. So besuchten die Kinder bereits mit Lothar Hempel und ihrer Lehrerin Astrid Rüße den Garten von Imker Marko Reinke. Hier konnten die Kinder einen spannenden Bienenschaukasten bestaunen. Sie erfuhren „live“, wie ein Bienenstock aussieht, wie die Bienen zusammenleben, welche Aufgaben in einem Bienenstock von wem übernommen werden und welch reges Treiben dort herrscht. Und tatsächlich entdeckten die Kinder auch die Bienenkönigin, die als Erkennungszeichen einen weißen Punkt auf dem Rücken trägt.

„Mit diesem aktiven Einstieg freuen sich jetzt Kinder und die Lehrerinnen und Lehrer schon sehr auf die weiteren Aktionen und sagen Danke für die tolle Zusammenarbeit mit allen ehrenamtlichen Helfern“, sagt Sandra Lehmkuhl, Lehrerin der Ludgerischule. Sie betreut das Bienenprojekt im Rahmen der Initiative „Schule der Zukunft 2016 -2020“ federführend.