In dem neuen Vorschlag soll der letzte Seekieker in der Schützenstraße kein Staffelgeschoss erhalten. | Foto: Stefan Klausing

Interessiert verfolgten zahlreiche Anwohner der Schützenstraße und des Haarweges die Ratssitzung am Dienstagabend. Denn das umstrittene Bauvorhaben „Seekieker“ sollte in die nächste Runde gehen. Und so kam es dann auch. Auf Grundlage des vom Planer überarbeiteten Entwurfs (Mitteilungsblatt berichtete) haben die Politiker mit dem Wissen über die Einwände der Anwohner das Bauleitverfahren auf den Weg gebracht. Dagegen gestimmt hat die Fraktion der Grünen und ein SPD-Ratsherr, ein SPD-Mann hat sich enthalten.

Damit wird vom Bauamt nun das Bauleitverfahren vorbereitet, das als Grundlage für einen Bebauungsplan notwendig ist. In dem Verfahren wird sowohl die Öffentlichkeit, als auch zuständige Behörden und Einrichtungen (etwa der Kreis, Bezirksregierung, Westnetz u.a.) noch Einwände vorbringen können.


Verständnis zeigte die CDU-Fraktion für die Sorgen der Anwohner, sehen aber mit dem geänderten Entwurf einen Kompromiss. Und: „In Neuenkirchen fehlen Wohnungen. Und mit so einer Umsetzung im Randgebiet eines gewachsenen Wohngebietes haben wir keine Probleme“, begründete Fraktionschef Nico von Royen den Entschluss, der mit einem „Ja, aber“ noch Änderungen in Bezug auf die Begrenzung von Wohneinheiten und Dachneigungen vorsah. Dem schlossen sich auch die Freien Wähler an.

Ganz anders sahen es die Grünen: „Natürlich haben wir Bedarf an Wohnungen, aber die müssen auch bezahlbar sein“, polterte Manfred Krüger. Solch ein Komplex sei für die Anwohner nicht zu ertragen, ergänzte Ellen Pfennig. Peter-Ulrich Wiesmann (SPD): „Wir sollten jetzt trotzdem einen Schritt weiter gehen und das Verfahren einleiten.“

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Seekieker-Projekt am Offlumer See

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