Ganz schön heiß wurde es am vergangenen Samstag für rund 36 Feuerwehrmänner und -frauen. Für die Atemschutzgeräteträger, also diejenigen, die als Angriffstrupp bei einer brennenden Wohnung oder ähnlichem in der ersten Reihe stehen, hatte die Wehrführung den „Firetrainer“ Markus Konermann bestellt.

In vier Ausbildungsabschnitten lernten die Feuerwehrleute noch einmal detailliert den Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, die Überprüfung des Atemschutzgerätes sowie das sichere Öffnen einer „Brandtür“. Vieles war für die erfahrenen Feuerwehrleute Wiederholung, doch einige Kniffe hatten die Ausbilder Christof Rabbers, Christoph Ernst und André Merlender – alle auch erfahrene Berufsfeuerwehrleute – doch noch in petto. Jeweils 30 Minuten dauerten die einzelnen Abschnitte, dann ging es richtig zur Sache.

Der feuerspeiende, fauchende Simulator von Konermann flößte schon von weitem Respekt ein. Ziel war es, die Angst – aber nicht den Respekt – vor dem Feuer zu mindern. „Wir simulieren hier einen Industriebrand, eine Gasleitung ist undicht und hat sich entzündet“, erklärte Konermann bei der Einweisung. Sicherlich kein alltägliches Szenario, aber dennoch realistisch.


„Einfach durch die Tür gehen“

Schon die Gewöhnungsübung hatte es in sich: „Ihr geht einfach durch die Tür auf die Flamme zu und haltet sie dann mit dem Hohlstrahlrohr zurück“, erklärte Konermann. „Einfach“ ist sicherlich nicht das erste Adjektiv, das einem in den Sinn kommt, wenn ein Gasfeuerball auf einen zurast. Doch dank der fundierten Ausbildung und der vorbereitenden Übungen hatten die Einsatzkräfte die Situation im Griff: Strahlrohr auf, Wasserstrahl einstellen und stetig auf die Flamme zugehen.

Bei der zweiten Übung war das schon anders. Hier wurden Mensch und Material an die Grenzen geführt und auch die ein oder andere Jacke oder Hose musste anschließend ausgemustert werden, weil es doch mal zu brenzlig wurde, wenn das Feuer ein bisschen schneller war. Dennoch konnten die Kameraden unversehrt die Ausbildung abschließen. Eine Erfahrung die man an diesem Tag auch gemacht hat: Die Schutzkleidung schützt, auch wenn man sie hinterher austauschen muss.

Positive Erfahrungen gesammelt

Das Fazit von Wehrführung, Ausbildern und Mannschaft war nach Abschluss des anspruchsvollen Ausbildungstages positiv. „Wir freuen uns, dass wir unseren Atemschutzgeräteträgern solch eine anspruchsvolle Ausbildung ermöglichen konnten“, erklärte Ralf Stoltmann, Leiter der Feuerwehr. Schließlich sei es etwas anderes, ob man ein Feuer nur simuliert oder in einem kontrollierbaren Rahmen damit sicher üben kann. „Heute haben wir alle etwas dazugelernt“, ergänzt Stellvertreter Rolf Bücker.