Stöpsel raus, das ist doch klar, gebadet wird wieder im nächsten Jahr! | Karikatur: H. Schwarze-Blanke

Das war es schon wieder mit dem Sommer – zumindest mit dem Gang ins Freibad. Am Sonntag endete offiziell die Freibadsaison 2017. Insgesamt 27.218 Besucher haben dieses Jahr das Kassenhäuschen passiert, der Kindertag nicht mitgerechnet. Damit waren es dieses Jahr zwar rund 10.000 Badegäste weniger als im vergangenen Jahr, aber damit immer noch deutlich im Durchschnitt. „Letztes Jahr war es hinten raus noch richtig warm, da hatten wir alleine im September noch über 6000 Gäste“, ordnet Bademeister Michael van den Berg die Zahlen ein. Diesen Monat waren es gerade 279 Schwimmer, die noch den Weg ins Wasser gesucht haben.

Wetterabhängig

Vergleicht man die Zahlen mit dem Vorjahr, war es 2017 ein guter Start in die Freibadsaison – im Mai und Juni liegen die Werte deutlich über dem Vorjahr. Im Juli, August und September fallen die Zahlen deutlich unter das Vorjahresniveau, was sicherlich dem unbeständigem Wetter geschuldet war. „Wir haben dieses Jahr zahlreiche Aktionen im Ferienprogramm angeboten, aber leider war die Resonanz auch aufgrund der Witterung nicht besonders“, so van den Berg. Doch auch im nächsten Jahr soll es wieder Aktionen geben. „Die Kletterinsel im See ist sehr gut angekommen, wir wollen versuchen, so etwas wieder anzubieten“, sagt der Bademeister.

In den nächsten Wochen wird das Freibad winterfest gemacht. Der Wasserspiegel wird einige Zentimeter abgesenkt, damit die Überlaufrinnen nicht vom möglichen Eis beschädigt werden, ebenso sorgt das gefüllte Becken dafür, dass die Fliesen nicht kaputt frieren. „Die Filteranlagen werden mit hochchlorigem Wasser gespült“, erklärt van den Berg. Dadurch wird das Filtermaterial desinfiziert. Weiter werden in der Freibadpause zwei Filter – fürs Planschbecken und den Brunnen – gründlich gereinigt und erneuert.


Weitere Umbauten sind nicht geplant. „Ich hoffe, dass das endlich mit der Wärme von Naarmann klappt“, so der Bademeister. Die entsprechenden Schieber und Absperrhähne sind bereits mit der Filtersanierung im Frühjahr eingebaut worden. „Das Problem, was sich in diesem Jahr deutlich gezeigt hat, ist, dass die Temperaturen über Nacht absinken und wir über die Solaranlage erst spät eine angenehme Wassertemperatur haben“, so van den Berg. „Ich bin schon froh, wenn wir über Nacht die Temperatur halten können, damit man morgens schon ein wärmeres Becken hat.“

Heizung des Freibades im Bauausschuss

Genau dieses hat am Dienstagabend Matthias Kemper von der Firma Naarmann im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt. Nachdem es bereits zwei Diplomarbeiten in Zusammenarbeit mit der Fachhochhule Steinfurt zur Erwärmung des Freibades auf durchschnittlich 24 Grad durch die Abwärme der Molkerei Naarmann gegeben hat (Mitteilungsblatt berichtete), stellte Kemper nun die konkretere Planung den Ausschussmitgliedern vor.

Ausführlicher Bericht im Mitteilungsblatt