Um kurz nach 11 Uhr wurden am Donnerstag die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen zum Gerätehaus alarmiert. Die ersten Ausläufer des Orkantief „Friederike“ hatte Neuenkirchen erreicht. Im Kommandozimmer der Wache an der Friedenstraße wurde kurzerhand ein Lagezentrum eingerichtet, von dem die Einsätze koordiniert wurden. Fast im Minutentakt kamen die ersten Aufträge von der Kreisleitstelle der Feuerwehr per E-Mail und/oder per Fax im Gerätehaus an und wurden entsprechend abgearbeitet.

Nach dem Mittag wurde entschieden, Vollalarm auszulösen, da nun die Spitze des Tief erwartet wurde. Rund 44 Einsatzkräfte waren mit allen verfügbaren Fahrzeugen unterwegs. Einmal ist es das Entfernen von umgestürzten Bäumen auf der Fahrbahn, mal sind es Sicherungsmaßnahmen durch umherfallende Dachziegeln. Dann war es die Absicherung einer Unfallstelle am Burgsteinfurter Damm.

Hier war in Höhe der ehemaligen Gaststätte Heckmann ein LKW-Anhänger von einer Windböe erfasst worden und auf einen angrenzenden Acker geschleudert worden. Zum Glück blieb es bei diesem Unfall lediglich nur bei Blechschaden laut Aussage der Polizei. Dennoch wurde die die B499 in diesem Bereich vorsorglich gesperrt, da durch den Orkan zahlreiche Dachpfannen aus dem alten Gebäude Heckmann umher flogen.

Straßenschilder wurden teilweise einfach umgeknickt wie Streichhölzer (siehe Foto), Leuchttransparente wurden beschädigt und Einzelteile flogen umher. Am Westfalenring wurde ebenfalls ein Baum umgeknickt und fiel auf ein parkendes Auto. Auch hier nur Blechschaden.


Umgestürzte Bäume, abgerissene Überlandleitungen, Rauchentwicklung in St. Arnold

Gegen Mittag wurde die Feuerwehr in Neuenkirchen wegen einer Rauchentwicklung nach St. Arnold gerufen. Dort hatte der Sturm im Bereich der Emsdettener Straße 258 mehrere Bäume umgeweht, die dann auf eine Überlandleitung gefallen sind. Da die Leitung noch weiterhin unter Spannung stand, kam es zu einer Entzündung des angrenzenden Waldstücks. Die Feuerwehr rückte gleich mit mehreren Fahrzeugen aus.

Da die Einsatzstelle durch umgeknickte Bäume nur schwer erreichbar war, forderten die eingesetzten Wehrleute zugleich Verstärkung an, um die umgefallenen Bäume zu beseitigen. Zudem wurde direkt über den Einsatzleitwagen der Energieversorger verständigt, damit dieser die Spannung von der Leitung nehmen konnte. Die Sicherheit und der Schutz der Einsatzkräfte stehen immer an erster Stelle.

Aktuell erreicht uns um 15.45 Uhr eine Pressemitteilung der Kreispolizei Steinfurt. Dort wird mitgeteilt, das bis 15.30 Uhr rund 170 Anrufe bei der Polizei eingegangen sind. Bei der Feuerwehr Neuenkirchen war von ca. 30 Einsätzen bis zu diesem Zeitpunkt die Rede. Die anlassbezogenen Anrufe gingen derzeit zurück. Gegen 17 Uhr war der Unwettereinsatz für die Feuerwehr beendet.

Wir berichten nach.