Mehrere Jugendliche aus einem brennenden und verrauchten, leerstehenden Wohngebäude zu retten, ist sicherlich ein Szenario, das sich in der Realität kein Feuerwehrangehöriger wünscht. Doch genau dies hatten sich die Brandmeister Christian Liebig und Christof Rabbers für die Samstagsübung der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen ausgedacht.

In einem leerstehenden Gebäude an der Industriestraße war alles vorbereitet: die Nebelmaschine stand parat, um die Sicht im Gebäude realistisch zu reduzieren, einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren auf Position, um durch die Mitglieder der Einsatzabteilung gerettet zu werden – unter den sachkundigen Blicken der Ehrenabteilung, die natürlich auch zugegen war. Es fehlte lediglich der Musikzug, der erst nach der Übung für die musikalische Untermalung der Nachbesprechung sorgte.

16 Uhr – das Antreten klappt pünktlich. Und für einen – sehr – warmen Sommer-Samstagnachmittag hatten sich auch zahlreiche Mitglieder der Einsatzabteilung eingefunden und in ihre feuerfeste Schutzkleidung geworfen, die zwar Bränden widerstehen kann, aber keineswegs für Abkühlung im Sonnenschein sorgt – im Gegenteil. Schon wenige Schritte
mit Ausrüstungsgegenständen aller Art, sorgten für die ersten Schweißausbrüche – von den Trupps unter Atemschutz ganz zu schweigen.


Vorgaben gab es keine, die Lageinfo war so kurz gehalten, wie die Meldungen, die die Leitstelle bei der Alarmierung auf den „Pieper“ schickt: „Vollalarm, Wohnhausbrand, Menschenleben in Gefahr, Industriestraße 46“ – ein vorbeigehender Fußgänger hatte Rauch und Jugendliche in dem Gebäude bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Zum Einsatzleiter wurde Jürgen Bischoff ernannt, die übrigen Kräfte verteilten sich nach Belieben auf die fünf Löschgruppenfahrzeuge sowie den Einsatzleitwagen.

Ausführlicher Bericht im Mitteilungsblatt