Die moderne Sirenenanlage wurde 2015 auf der Josefschule in St. Arnold installiert. Mit ihr kann die Kreisleitstelle auch Sprachdurchsagen machen, was mit den alten „Hauben“ nicht geht. | Foto: Stefan Klausing

Zum ersten Mal findet am Donnerstag, 6. September, der landesweite Warntag statt, teilt die Landesregierung NRW mit. Dabei werden in ganz Nordrhein-Westfalen sämtliche Warnmittel erprobt. Um 10 Uhr werden zeitgleich in allen Kommunen die örtlichen Warnkonzepte getestet. Dazu zählen beispielsweise Sirenen. Mit der Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird landesweit eine Probewarnmeldung versendet. Außerdem wird es Lautsprecherdurchsagen aus Warnfahrzeugen geben.

Ziel ist es, die Bevölkerung für das Themenfeld „Warnung“ zu sensibilisieren, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen können. Der landesweite Warntag soll künftig jährlich an jedem ersten Donnerstag im September stattfinden.

Bevölkerung schnellstmöglich warnen

Großbrände teils mit Austritt von giftigen Gasen oder ähnliche Gefahren und Katastrophen hat es in der Vergangenheit auch schon im Kreis Steinfurt gegeben. In solchen Fällen ist es wichtig, die Bevölkerung schnellstmöglich zu warnen, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises Steinfurt.

Die Sirene auf dem Rathausdach ist noch alte Bauart, umgangssprachlich wird sie auch „Haube“ genannt. | Foto: Maxime Timmer

Neben den bewährten Kanälen wie Internet, Radio und Fernsehen sollen künftig verstärkt die Sirenen vor Ort und Lautsprecherdurchsagen genutzt werden. Damit die Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall die unterschiedlichen Signale erkennen und entsprechend reagieren, gibt es am Donnerstag, 6. September, einen landesweiten Warntag, den NRW-Innenminister Herbert Reul initiiert hat.


Im Ernstfall Radio RST einschalten

Auch im Kreis Steinfurt werden an diesem Tag um 10 Uhr die stationären Sirenen – auch in Neuenkirchen und St.  Arnold – zur Probe heulen – zentral ausgelöst von der Kreisleitstelle in Rheine. Die Stadt Rheine wird außerdem ihre mobile Sirenenanlage aktivieren. Zeitgleich erfolgt eine Probemeldung über die Warn-App NINA, der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes.

Im Ernstfall soll die Bevölkerung Schutz suchen und Radio RST einschalten. Über den Lokalsender kann die Kreisleitstelle direkt in das laufende Programm Warnungen an die Bevölkerung ausgeben. 

Dr. Sommer begrüßt Initiative des Landes

„Ältere Menschen kennen die Signale noch aus dem Krieg, jüngere Generationen vielleicht noch von regelmäßigen Probealarmierungen, die bis in die frühen 90er Jahre aktiviert wurden. Danach Geborenen dürften diese Signale eher unbekannt sein“, sagt Kreisdirektor und Ordnungsdezernent Dr. Martin Sommer.

Er begrüßt die Initiative des Landes und verweist in diesem Zusammenhang auf die Internetseite www.warnung.nrw/sirenen. „Hier finden die Bürgerinnen und Bürger ‚Tonproben‘ und auch ausführliche Informationen zum richtigen Verhalten bei Sirenenalarm.“ Es sei durchaus sinnvoll, sich die Töne einzuprägen, meint Sommer. Das beste Warnsystem nütze wenig, wenn die Warnungen nicht verstanden würden. Das sei ein Grund, warum der Kreis Steinfurt selbst und auch einige Städte und Gemeinden im Kreis regelmäßig Alarmierungen der Sirenenanlagen proben.

Mehr Infos auf www.bit.ly/warntagNRW

 

https://mitteilungsblatt-online.de/2017/10/der-kreis-steinfurt-laesst-die-sirenen-am-samstag-heulen/