Finja Baumung (oben Mitte), Jan Schiffer (unten links) und Connor Floth (oben rechts) gehören zu insgesamt 26 Jugendlichen, die sich während der Regionalwallfahrt, begleitet von Pfarrer Markus Thoms (oben links) und Pater Antony, auf ihre Firmung am Sonntag, 21. Oktober, in Assisi vorbereiten. | Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

Finja Baumung hat vor allem die Herzlichkeit beeindruckt: „Ich habe mich sofort wohlgefühlt.“ Aber auch die Selbstverständlichkeit, mit der die Mitglieder der geistlichen Gemeinschaft „Nuovi Orizzonti“ („Neue Horizonte“) über Gott und ihren Glauben sprechen, hat die 15-Jährige angerührt. Sie gehört zu 26 Jugendlichen aus Neuenkirchen, die gerade mit Weihbischof Dr. Christoph Hegge, Pfarrer Markus Thoms und Pater Antony in Florenz und Assisi unterwegs sind. Zum Höhepunkt und Abschluss der Pilgerreise, an der 317 Jugendliche und Erwachsene aus den Kreisdekanaten Steinfurt und Borken teilnehmen, wird der Weihbischof am Sonntagabend, 21. Oktober, 153 Jugendlichen aus seiner Region in Assisi das Sakrament der Firmung spenden. Mit dabei sein werden dann auch Finja Baumung, Jan Schiffer und Connor Floth.

Der Ausflug zur Gemeinschaft „Nuovi Orizzonti“ hat die Jugendlichen bewegt. Besonders die Lebensgeschichte von Nicola Rizello. Er war drogenabhängig. 20 Jahre lang. Erst seine verzweifelte Schwester konnte ihn wachrütteln. Er hat Hilfe gesucht – und Hilfe gefunden. Auf dem Weg heraus aus der Sucht lernte Rizello die Bewegung „Nuovi Orizzonti“ („Neue Horizonte“) kennen.
Von Chiara Amirante, einer damals jungen Italienerin 1993 gegründet, hat die Gemeinschaft „Nuovi Orizzonti“ inzwischen weltweit mehr als 400.000 Mitglieder, darunter viele junge Erwachsene, die sich vor allem um Jugendliche kümmern, die „in der Hölle waren“, wie Amirante es nennt: „Wir wollen diesen Jugendlichen neue Hoffnung geben.“ Und das auch durch eine besondere Spiritualität, die die Neuenkirchener Jugendlichen bei ihrem Besuch in San Miniato erlebten.

Nicola Rizello (Mitte) erzählte den Jugendlichen seine Lebensgeschichte. Dabei war es mucksmäuschenstill in der Kirche. Mit im Bild Weihbischof Dr. Christoph Hegge (links) und Don Davide Bantato, Priester und geistlicher Assistent der Gemeinschaft „Nuovi Orizzonti“. | Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner


Ergriffen hat Finja Baumung die Atmosphäre während der Anbetung. Damit verehren die Katholiken Gott in Gestalt der gewandelten Hostie, die in einer Monstranz auf dem Altar steht: „Ich habe eine Nähe gespürt“, kann die 15-Jährige nicht alles in Worte fassen.

Die fröhlichen Gesänge der Gemeinschaft, die Natürlichkeit der Mitglieder, für die Gott und Jesus zum Leben einfach dazugehören, Connor Foth und Jan Schiffer hat diese Erfahrung nachdenklich gemacht: „Man fängt an, sich mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen.“ Das wollen die Jugendlichen aus St. Anna in den kommenden Tagen weiter intensiv tun – auf der Fahrt bei Katechesen im Bus oder nach dem Abendessen auf der Terrasse, aber auch im persönlichen Gespräch mit Weihbischof Hegge und bei einer Lichtfeier mit Beichtgelegenheit in der Basilika San Francesco.

 

Ein Beitrag von Gudrun Niewöhner / Bischöfliche Pressestelle Münster