Da, wo heute Palmen stehen, soll laut Bebauungsplan eine Lärmschutzwand errichtet werden. | Foto: Stefan Klausing

Im Hölschers Kamp ist der Endausbau abgeschlossen, einzig die Lärmschutzwand zwischen Wohngebiet und benachbarter Gärtnerei fehlt laut Bebauungsplan noch, um die Anwohner vor dem „Lärm“ des Gewerbebetriebs zu schützen. Doch weder Anwohner noch die Gärtnerei legen Wert auf die vorgeschriebene Lärmschutzwand – schließlich sind solche Wände nicht gerade ein Hingucker. Schlechte Beispiele gibt es ja bereits am Westfalenring und an der Emsdettener Straße zu genüge.

Die Betroffenen haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Bürgermeister Franz Möllering gewandt, mit der Bitte, dass die Gemeinde auf die Errichtung der Lärmschutzwand verzichten möge. Stattdessen soll ein Stabgitterzaun mit einer Hecke entstehen. Dies sei allerdings nur möglich, wenn die aus dem vorliegenden Lärmgutachten angeführten Lärmquellen entfallen würden.
Das ursprüngliche Gutachten stellt fest, dass ein Lärmschutz aus zweierlei Gründen notwendig sei. Der erste Punkt ist die bestehende Heizungsanlage im hinteren Gewächshaus der Gärtnerei. Durch ein Umsetzen der Heizungsanlage auf die der Straße „Hölschers Kamp“ abgewandten Seite könne der bisher notwendige Lärmschutz für diese Lärmquelle entfallen.


Lärmquellen ausschalten

Außerdem verfüge die Gärtnerei über einen älteren, parallel zum Hölschers Kamp verlaufenden holprigen „Weg“. Dieser werde mit Pflanzentransportwagen befahren, die aufgrund ihrer Konstruktion stark klappernde Geräusche verursachen. Würde dieser Weg nicht mehr genutzt, oder mit entsprechend glattem Pflaster (ohne Phase) neu gestaltet, so würde auch hier die Notwendigkeit einer Lärmschutzwand entfallen, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Da der Betreiber der Gärtnerei signalisiert hat, auf eigene Kosten diese Änderungen zugunsten eines Wegfalls der Lärmschutzwand durchzuführen, hat der Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend empfohlen, das von den Anwohnern gewünschte Änderungsverfahren einzuleiten.