Neue Bäume für die Fußgängerzone. | Foto: Stefan Klausing

Jetzt soll es in der Fußgängerzone doch mehr blühen als noch im vergangenen Bau- und Umweltausschuss empfohlen. Am Montagabend stimmte der Rat für die aufwändigere Bepflanzung mit jahreszeitlich angepassten Blütenstamm und immergrünen Bodendeckern für den Winter, bereits am Dienstag kamen die neuen Bäume (Felsenbirnen) in der guten Stube an. Bürgermeister Franz Möllering hatte am Freitag noch zwei Schreiben von Anwohnerinnen erhalten, die sich für eine solche Beet-Bepflanzung ausgesprochen haben. Damit ist das „Betreibermodell“ durch die Geschäftsleute oder Anwohner vom Tisch. Wer dennoch gerne sein Beet vor der eigenen Tür selbst gestalten will, könne sich gerne an die Verwaltung zwecks Patenschaft wenden.

„Damit wollen wir die Diskussion über die Bepflanzung beenden und schlagen somit das Konzept aus der Anlage 3 (der Vorlage 169/2018) vor“, sagte Möllering. Für den Rathausvorplatz soll es jedoch bei den grünen Gräsern bleiben, die nachgepflanzt und verdichtet werden. „Wir sind mit örtlichen Fachbetrieben im Gespräch, der trockene Sommer hat der Entwicklung der jungen Pflanzen zugesetzt, wir hoffen, dass das jetzt besser wird“, so Möllering weiter. Einstimmig war schließlich das Ergebnis für eine blühende Fußgängerzone, gegen den Verzicht auf Blumen auf dem Rathausvorplatz stimmte geschlossen die Fraktion der Grünen, die den Sinneswandel der Gemeinde zur Guten Stube wohlwollend begrüßte. „Wir freuen uns, dass sich die Verwaltung nun für blühfreudige Blumeninseln entschieden hat“, so Fraktionssprecherin Ellen Pfennig. Der Diskussion war ein entsprechender Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorausgegangen. (Mitteilungsblatt berichtete)


Blumenbeete werden eher wahrgenommen

„Wir halten den Vorschlag stimmig und passend zur Modernisierung der Fußgängerzone und stimmen für den Vorschlag und verzichten auf die Wechselbepflanzung“, sagte CDU-Fraktionschef Nico von Royen. „Wir hatten mit der Witterung einen schlechten Start auf dem Rathausplatz, aber dort sollten wir jetzt erst einmal die Nacharbeiten abwarten“, so von Royen weiter. Auch SPD-Vorsitzender Uwe Fischer begrüßte den neuen Verwaltungsvorschlag. Zudem sei die Bepflanzung ja nicht in Stein gemeißelt, man könne in ein paar Jahren ja immer noch darüber beraten, jetzt solle man die Diskussion beenden und zu wichtigeren Angelegenheiten übergehen.

Christoph Holtkamp (Freie Wähler) fand das Konzept stimmig. „Das sind wir den Bürgern auch schuldig. Wir können uns nicht über Kiesbeete in den Vorgärten beschweren und es dann selbst nicht anders machen. Der Verwaltung wünsche ich viel Erfolg, Paten für die Beete zu finden“, so Holtkamp. Manfred Krüger warf ein, dass der Besucher solche gut gepflegten Beete eher wahrnimmt, als das neue Pflaster oder die neu gestrichenen Laternen. „Auch wenn mehr Geld in anderen Objekten steckt, werden die Beete viel deutlicher wahrgenommen“, so Krüger abschließend.

Mehrkosten von 6.500 Euro

Die geschätzten Mehrkosten für diese Bepflanzung betragen gemäß Auskunft Planungsgruppe Rein GmbH rund 6.500 Euro, sowie einen zusätzliche Pflegeaufwand von rund 2.000 Euro/Jahr. Ein konkretes Angebot für Pflanzung und Pflege müsste von Fachfirmen eingeholt werden, heißt es in der Vorlage.