Gemeinderat: Haushalt 2019 wird eingebracht. | Foto: Stefan Klausing

Stabile Steuersätze, kontinuierlicher Schuldenabbau, ein leichter Jahresüberschuss dazu Investitionen in Millionenhöhe. Während sich andere Kommunen abstrampeln, um aus der Haushaltssicherung zu kommen, zeigt der Haushaltsplanentwurf für 2019, dass Neuenkirchen mit seiner soliden Finanzpolitik auf Kurs in sicheren Gewässern unterwegs ist. Kämmerer Markus van der Zee und Bürgermeister Franz Möllering haben den 449 Seiten starken Entwurf zur Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2019 am Montagabend im Rat eingebracht.

Die Fachauschüsse und Fraktionen haben nun bis Ende Januar Gelegenheit, über den Inhalt zu beraten. In der Ratssitzung am 4. Februar 2019 soll der Haushalt dann verabschiedet werden.

158.000 Euro Überschuss

Nach einem deutlichen Minus in 2017, das mit der Ausgleichsrücklage neutralisiert wurde, wird bereits in diesem Jahr wieder ein Jahresüberschuss von rund 215.000 Euro gerechnet, für das kommende Jahr soll ein geplantes Jahresergebnis von knapp 158.000 Euro erreicht werden. „Damit wäre der strukturelle Haushaltsausgleich erreicht“, betonte van der Zee. Vor allem die sprudelnden Steuererträge aus Gewerbe- und Einkommenssteuer spülen Geld in die Gemeindekassen.

Doch statt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, investiert die Gemeinde Neuenkirchen auch weiterhin in die Zukunft. Über zehn Millionen Euro werden investiert, unter anderem in die Sanierung der ehemaligen Heriburgschule sowie der Villa Hecking und natürlich dem Bau einer Mensa an der Friedrich-Bülten-Straße. Trotz dieser Investitionen wird der Schuldenberg kontinuierlich abgebaut, teure Kredite werden zum Teil durch zinsgünstige Darlehen abgelöst, so dass die Pro-Kopf-Verschuldung in Neuenkirchen im kommenden Jahr zwar bei rund 194 Euro liegt, zugleich die Pro-Kopf-Zinsen für diese Kredite gerade einmal 68 Cent betragen, so van der Zee abschließend.


„Blick fürs Notwendigste schärfen“

Bürgermeister Möllering stellte in seiner Haushaltsrede fest, dass der Haushaltsplan 2018 einen Überschuss von 215.000 Euro ausweist. „Dieses positive Ergebnis, eingereiht in das leicht negative Ergebnis des Jahres 2017 und den ansonsten positiven Ergebnissen seit dem Jahre 2010, stellen eine hohe Kontinuität der Haushaltsplanung unserer Gemeinde dar“, so Möllering.

Zum Abschluss gab er den Ratsmitgliedern mit auf dem Weg, dass trotz des erwarteten strukturellen Haushaltsausgleichs der Ergebnisplan in jeder Hinsicht auf Optimierungspotenziale überprüft werden müsse. Denn es kämen jedes Jahr neue unabweisbare finanzielle Verpflichtungen auf die Gemeinde zu. Diese können auf Dauer nicht nur durch steigende Einnahmen ausgeglichen werden. „Wir in Neuenkirchen haben allen Grund optimistisch zu sein. Der gesunde Blick für das wirklich Notwendige kann dabei noch geschärft werden“, schloss Möllering seine Rede.

Ausführlicher Bericht im Mitteilungsblatt

Zum Haushaltsplanentwurf 2019 auf der Homepage der Gemeinde.