In der Weihnachtsmesse soll von den Restaurierungsarbeiten nichts mehr zu sehen sein – nur das Ergebnis. In der vergangenen Woche waren die Handwerker, Gerüstbauer und Küster fleißig, um die St.-Anna-Kirche rechtzeitig zur Weihnachtszeit wieder herzurichten. „Zu den Gottesdiensten an Weihnachten kann wieder die ganze Kirche genutzt werden“, ist sich Pfarrer Markus Thoms
sicher.

Auch werden keine Netze mehr benötigt, so dass der Blick frei auf die Wände und Decke gerichtet werden kann, um das Ergebnis der aufwändigen Restaurierungen zu besichtigen. Einziger Wermutstropfen – die große Orgel befindet sich noch beim Orgelbauer Seifert in Kevelaer zur Aufbereitung und wird erst im Januar wieder aufgebaut. Ende März soll sie dann mit einem zusätzlichen Register noch voluminöser in der St.-Anna-Kirche erklingen, sofern das Spendenbarometer weiter steigt. Am vergangenen Samstag haben Kirchenvorstand und Pfarreirat die Arbeiten in Kevelaer in Augenschein genommen.

Stille Nacht, Heilige Nacht, weil sonst der Turm zusammenkracht! | Karikatur: H. Schwarze-Blanke

Derweil erreichen Pastor Thoms unangenehme Neuigkeiten. „Die Pfarrkirche St. Anna ist und bleibt eine Baustelle. „Die Schäden im Glockenstuhl sind massiver als ursprünglich gedacht“, teilt Thoms am Dienstag mit. Daher müssten die Gläubigen am Weihnachtsfest ohne Glockengeläut den Weg zur Kirche finden und auch das Lied „Süßer die Glocken“ nie klingen, wird man in Neuenkirchen in diesem Jahr nicht singen können. Die ausführende Firma befindet sich bis zum 7. Januar im Weihnachtsurlaub, so dass eine Fertigstellung erst im kommenden Jahr erfolgen kann, heißt es in der Mitteilung weiter.

Auch das traditionelle Läuten zum Jahreswechsel wird es in diesem Jahr nicht geben. Ein Statiker hat untersagt, die Glocken zu läuten. Die dynamischen Lasten des Schwungs der Glocken können in dem Zustand, in dem sich der Glockenstuhl zurzeit befindet, nicht sicher aufgenommen werden.

Ausführlicher Bericht im Mitteilungsblatt.

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