Bei einem Brand auf dem Nachbargrundstück des Feuerwehrgerätehauses wurden zwei Feuerwehrleute geschlagen und getreten. | Foto: Stefan Heuermann

Eigentlich wollte die Freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen an diesem Sonntag mit dem alljährlichen Winterfest den Neuenkirchener Bürgern danken, die im Rahmen der Spendensammelaktion eine Ehrenmitgliedskarte erworben haben. Eine gelöste Runde mit Musik, Kaffee und Kuchen und einigen Hintergründen zur Arbeit der Feuerwehr. Doch als dann gegen 15.30 Uhr der Melder zu einem „Brand klein“ neben dem Gerätehaus alarmierte, zeigte sich, dass es auch Neuenkirchener gibt, die anders denken und die Einsatzkräfte angreifen. Ein Feuerwehrmann wurde mit der Faust ins Gesicht geschlagen, ein zweiter mit Tritten in den Rücken verletzt.

Während sich die Einsatzkräfte über den angrenzenden Zaun zum Nachbargrundstück direkten Zugang zum gemeldeten Feuer verschafften, wollten zwei Führungskräfte die Bewohner über den laufenden Einsatz informieren und machten sich auf den Weg zur Haustür. Doch die beiden ehrenamtlichen Feuerwehrmänner wurden bereits auf dem Grundstück abgepasst und unvermittelt tätlich angegriffen. Die Polizei, die mit zwei Fahrzeugen zum Einsatzort eilte, nahm die Strafanzeigen auf und stellte die Bewohner zur Rede.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Gegen einen 49-Jährigen und 59-Jährigen hat die Polizei jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen „Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und/oder gleichstellte Personen“ sowie „vorsätzlicher Körperverletzung“, teilte ein Pressesprecher der Polizei am Montag auf Nachfrage mit. 


Die Kameraden vor Ort und später beim Winterfest zeigten sich schockiert über den Angriff auf die Kollegen. So etwas habe es in Neuenkirchen bisher noch nicht gegeben, erklärte der stellvertretende Wehrführer Rolf Bücker im Gespräch mit dem Mitteilungsblatt. Dennoch werde man künftige Einsätze wie gewohnt anfahren, zumal zu einem Brand immer die Polizei mit alarmiert wird. 

Bürgermeister erschrocken

Der eigentliche Grund für den Feuerwehreinsatz: Im Garten des Wohnhauses an der Industriestraße wurde Tannengrün – vermeintlich vom Weihnachtsbaum und Adventskranz – verbrannt. Durch den hellen Feuerschein aufmerksam geworden, alarmierten Anwohner die Feuerwehr.

„Es ist bedauerlich, dass so etwas passiert. Das hat mich erschrocken“, sagte Bürgermeister Franz Möllering am Montagmorgen auf Anfrage des Mitteilungsblattes. Und: „Neben den Anzeigen der Einsatzkräfte, werden wir prüfen, was wir als Gemeinde dort veranlassen müssen.“ Man könne ja nicht einfach so Unrat auf dem Grundstück verbrennen. „Auch müssen wir prüfen, ob wir für die ehrenamtlichen Kräfte etwas veranlassen müssen“, so Möllering weiter.

++++ Einsatz 03/2019 ++++Am Sonntagnachmittag um 15.25 Uhr wurde die Tagesalarmgruppe mit dem Einsatzstichwort "…

Gepostet von Feuerwehr Neuenkirchen am Montag, 7. Januar 2019

 

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