Der Haarweg wurde im 30er-Bereich stark eingeengt. | Foto: Stefan Klausing

Ein Verkehrskonzept für den Bereich am Offlumer See, wie es die SPD gefordert hatte, war zwar nicht nötig, dennoch haben die damit verbundenen Messungen ergeben, dass auf dem Haarweg regelmäßig zu schnell gefahren wird (Mitteilungsblatt berichtete). Daher hat sich der Verkehrsausschuss der Gemeinde im November vergangenen Jahres für eine Einengung des Haarweges hinter der Zufahrt Naarmann ausgesprochen. Auch im weiteren Verlauf der Straße „Am Offlumer See“ sollte das außerörtliche Tempolimit von 100 Stundenkilometer deutlich herabgesetzt werden. Diese beschlossenen Maßnahmen wurden nun umgesetzt.

Rund 3600 Fahrzeuge haben im Sommer 2018 den Haarweg Richtung Offlumer See passiert, nicht alle haben sich dabei an die vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer gehalten. Das haben Messungen des Ordnungsamtes ergeben. Während Parkverstöße mit einem Knöllchen geahndet wurden, sollen sich die Verkehrsteilnehmer mit der neuen Einengung nun selbst in die Pflicht nehmen und die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten.

Anwohner beantragen Reduzierung

Die auf dem Haarweg in Höhe des Hauses Nr. 7 gemessenen Geschwindigkeiten liegen deutlich oberhalb der dort ausgewiesenen Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer, teilte die Verwaltung im November mit. Dabei seien sogar Spitzenwerte von knapp 60 Stundenkilometer – statt der erlaubten 30 – gemessen worden. Dadurch würden andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kinder und Jugendliche, gefährdet.


Die Geschwindigkeit nach dem Ortsschild wurde nun halbiert. | Foto: Stefan Klausing

In der Verlängerung des Haarweges folgt die Straße „Am Offlumer See“. Mit Antrag, bei der Gemeinde Neuenkirchen eingegangen am 18. September 2018, beantragten rund 20 Anwohner, die höchstzulässige Geschwindigkeit auf der Straße „Am Offlumer See“, außerorts auf 30 bzw. 50 Stundenkilometer herabzusetzen.

Die Antragsteller führten an, dass es sich bei dem Bereich am Offlumer See um ein von vielen Menschen genutztes Naherholungsgebiet handele. Viele Sportler würden in Ausübung ihres Sports (Rad fahren, joggen, walken, spazieren gehen) die Straße nutzen.

Durch den geraden Verlauf der Straße würden die Autofahrer geradezu dazu animiert, schnell zu fahren, wodurch eine erhebliche Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer, besonders auch für Kinder, entstehe. Nach einer Inaugenscheinnahme im Rahmen einer Verkehrsschau wurde dem Antrag der Anwohner entsprochen und nun die Geschwindigkeit nach dem Ortsausgangsschild auf 50 Stundenkilometer herabgesetzt.