Die Eichenprozessionsspinner sind wieder unterwegs. | Foto: Archiv/Harald Lohmann

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners – ein Nachtfalter – sind in den letzten Tagen wieder vielerorts zu finden – auch in Neuenkirchen und St. Arnold. Das Gefährliche an diesen flauschig aussehenden Raupen sind eben die Brennhaare, die Allergien und Asthma auslösen können. Eine Berührung kann zudem recht schmerzhaft werden, da der Giftstoff aus den Härchen eine Reaktion des Körpers auslöst. Oft erst in der Nacht oder am darauf folgenden Tag.

„Im Gemeindegebiet gibt es bereits wieder mehrfach Stellen, wo sich die Eichenprozessionsspinner aufhalten“, teilte Bauamtsleiter Philipp Hänsel am Montag im Rat auf Anfrage mit. Unter anderen seien im Freibad einige Eichen mit Flatterband abgesperrt worden, am Eingang warnt ein Schild die Besucher. Doch nicht alle Bäume seien von den „Spinnern“ befallen. „Das ist eher eine Vorsichtsmaßnahme, damit die Badegäste sich nicht direkt unter die Bäume legen“, berichtet Michael van den Berg vom Freibad-Team.


Eigentümer selbst verantwortlich

Mit Fachfirmen seien bereits am Dienstag einige Stellen von den Raupen befreit worden, besonders im öffentlichen Bereich. An Stellen im Wald, wo sich eigentlich kein Fußgänger verirren sollte, bleiben die Raupen verschont. Das Ordnungsamt weißt darauf hin, dass auf Privatgrundstücken der Grundstückseigentümer für eine Beseitigung der Eichenprozessionsspinner zuständig ist, sofern eine Gefährdung davon ausgeht.

Dabei reicht einfaches Abflämmen oft nicht aus, da auch von den abgebrannten Härchen der Raupe mitunter noch über Jahre eine Gefahr ausgehen kann, da sich der Giftstoff weiter freisetzt. Die Arbeiten sollten von einer Fachfirma ausgeführt werden.

Bei Atemnot Arzt aufsuchen

Wer dennoch in Kontakt mit den Raupen kommt, solle gründlich duschen und Haare sowie die Kleidung waschen. Bei Atemnot sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die schmerzhaften Beschwerden durch den Hautkontakt können ein bis zwei Wochen anhalten. Das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt hat ein Merkblatt mit den wichtigsten Infos zu diesem Thema zusammengestellt. Es ist auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-steinfurt.de (Suchbegriff: Eichenprozessionsspinner) zu finden.

Bürgertipps-Portal nutzen

Wer Eichenprozessionsspinner im öffentlichen Raum entdeckt, kann diese beim Ordnungsamt der Gemeinde, Telefon (05973) 9 26 30, per E-Mail an gemeinde@neuenkirchen.de melden oder über das neue „Bürgertipps“-Portal auf der Homepage der Gemeinde unter www.neuenkirchen.de