Die CDU-Fraktion um Nico von Royen (Mitte) erntete Kritik. | Foto: Schneider

Was der Schulausschuss unlängst beschlossen hatte, ist nun gewiss: Die Emmy-Noether-Schule (ENS) wird in eine Gesamtschule umgewandelt (das Mitteilungsblatt berichtete). Obwohl der Rat der Gemeinde in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause nahezu einstimmig zustimmte, hagelte es Kritik.

Antrag muss bis Oktober folgen

„Die Umstrukturierung ist eine eindeutige Aufwertung für Neuenkirchen“, befand Fachbereichsleiter Markus van der Zee.
„Wir sind zudem super in der Zeit. Der Antrag bei der Bezirksregierung Münster muss bis zum 31. Oktober gestellt werden.“ Ab dem Schuljahr 2021/22 wird die Schule also umgewandelt – die kommenden Fünftklässler können dann problemlos in die Gesamtschule „wechseln“.

Fast volle Zustimmung – harsche Kritik

CDU-Fraktionsvorsitzender Nico von Royen freute sich über „den breiten Konsens“, den die Umgestaltung im Gemeinderat fand: „Der Beschluss stellt den behutsamen Umbau der Neuenkirchener Schullandschaft dar.“  Von einem Konsens wollte SPD-Chef Uwe Fischer aber nichts wissen. „Wir haben schon vor acht Jahren versucht, die Schule umzuwandeln. Damals gab es nur Bedenken der CDU“, skandierte Fischer in Richtung des politischen Gegners. „So konsensual wie die CDU es beschreibt, ist die Entscheidung sicherlich nicht“, pflichtete Manfred Krüger (Grüne) bei.


Rückendeckung von den Freien Wählern

Rückendeckung bekam die CDU in Person von Christoph Holtkamp (Freie Wähler): „Vor acht Jahren war ein Großteil der Lehrer der Schule noch dagegen.“ Von Royen pflichtete ihm bei. „Damals hatten wir den breiten Konsens eben nicht. Wir treffen diese Entscheidung Schulter an Schulter mit der Schule.“ Mehr noch: „Offensichtlich haben Sie vor zehn Jahren nicht mit den Lehrern gesprochen“, stichelte von Royen in Richtung der Grünen-Vorsitzenden Ellen Pfennig, die zuvor von einer „Zumutung“ seitens der CDU sprach.

„Kein politischer Stil“

Ellen Pfennig (Grüne) teilte kräftig gegen die CDU aus. | Foto: Schneider

„Sowas ist kein politischer Stil“, warf Pfennig aufgebracht entgegen. Schließlich könne sie Gespräche mit Lehrern und Schulleitung belegen. Der Beschluss des Schulausschusses, die ENS künftig als Gesamtschule zu führen, wurde bei einer Gegenstimme angenommen.