In der letzten Woche vor der Kommunalwahl erhielt Bürgermeister Willi Brüning mehrere Morddrohungen per E-Mail. In den Schreiben war die Rede von einem „ekligen Tod“ und davon, dass man ihn „am liebsten abschlachten“ wolle. Zudem wurde Brüning vorgeworfen, er wolle Bürger enteignen und entmachten.
Nach Rücksprache mit Helmut Grönefeld aus der Verwaltung informierte Brüning sofort den Polizeibezirksdienst in der Villa Hecking. Die Polizeibeamten leiteten umgehend Maßnahmen ein und schalteten den für solche Fälle zuständigen Staatsschutz in Münster ein.
IT-Forensiker nahmen die Arbeit auf
Wie Willi Brüning berichtete, nahmen IT-Forensiker der Polizei die Ermittlungen im Bereich Cyber-Crime auf. Dabei konnte schnell ein Verdächtiger aus einem anderen Bundesland ermittelt und umgehend vernommen werden. Laut Polizei besteht daher keine akute Gefahr mehr. Der Staatsschutz bestätigte auf Anfrage des Mitteilungsblattes, dass eine Anzeige vorliegt und die Ermittlungen andauern.
Bürgermeister Brüning erklärte, er habe sich von Beginn an sicher und gut betreut gefühlt und lobte die Arbeit der Polizei, besonders hier vor Ort. Die Drohungen hätten zwar ein mulmiges Gefühl bei ihm ausgelöst, an seiner Arbeit habe er jedoch festgehalten.
Kein Personenschutz
Einen vom Staatsschutz empfohlenen Personenschutz für einen Wahlkampftermin am vergangenen Freitag bei seiner letzten „Klöntied“ am Mühlendamm lehnte Willi Brüning ab.
