Die Sirene auf dem Rathaus wird im Katastrophenfall und bei größeren Feuerwehreinsätzen ausgelöst – und regelmäßig am 1. Samstag im Monat zur Probe (Symbolbild). | Foto: Maxime Timmer

Großbrände und ähnliche Gefahren und Katastrophen hat es in der Vergangenheit auch schon im Kreis Steinfurt gegeben. In solchen Fällen ist es wichtig, die Bevölkerung schnellstmöglich zu warnen. Neben den bewährten Kanälen wie Internet, Radio und Fernsehen sollen künftig wieder verstärkt die Sirenen vor Ort genutzt werden, teilt der Kreis Steinfurt mit.

Damit die Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall das Signal erkennen und entsprechend reagieren, gibt es am Donnerstag, 7. März, um 10 Uhr einen landesweiten Probealarm. Dabei wird allerdings nur die stationäre Sirene erprobt – anders als beim landesweiten Warntag, der im September zum ersten Mal stattgefunden hat. Er wird in diesem Jahr am Donnerstag, 5. September, wiederholt und dient dazu, alle Warnmittel zu erproben, heißt es in der Pressemitteilung weiter.


Radio RST einschalten

In dem Testlauf wird das System überprüft und die Bevölkerung sensibilisiert, teilt das NRW-Innenministerium mit. „Jeder sollte wissen, was im Notfall zu tun ist“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul. „Im Ernstfall sollten die Bürgerinnen und Bürger bei Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Passantinnen und Passanten bei sich aufnehmen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten“, so der Minister. Für Neuenkirchen ist das der lokale Radiosender RST, zu dem auch die Leitstelle der Feuerwehr im Ernstfall direkten Zugriff für Durchsagen an die Bevölkerung hat.

Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine Pause. Anschließend ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren Pause schließt ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

4.500 Sirenen werden um 10 Uhr heulen

Der Probealarm der rund 4.500 Sirenen ist eine Ergänzung zum landesweiten Warntag, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal stattfand. In diesem Jahr ist er am 5. September. Dann werden wieder alle Warnsysteme – zum Beispiel Durchsagen mit Lautsprecherfahrzeugen und die Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) – in Nordrhein-Westfalen zeitgleich getestet. Vereinzelt werden die Kommunen auch an diesem Donnerstag Elemente ihrer Warn-Infrastruktur auf die Probe stellen. Ausführliche Informationen zum Thema „Warnung und Sirenen“ und zum Warntag NRW finden Sie unter: warnung.nrw