In der Neuenkirchener Fußgängerzone wird mit Graffitis für dei Emsgalerie geworben. | Foto: Klausing

In der Neuenkirchener Fußgängerzone wird mit Graffitis für die Emsgalerie geworben. | Foto: Klausing

Guerilla-Marketing nennen es die Marketing-Agenturen, eine Frechheit die Neuenkirchener Einzelhändler. In der Fußgängerzone sind auf der Fahrbahn Graffitis aufgetaucht, die augenscheinlich auf die Emsgalerie aufmerksam machen soll. Hat soweit auch schon mal geklappt.

„Das ist eine absolute Frechheit“, schimpft Foto-Fachhändler Franz Keizer. „Da muss die Gemeinde eingreifen.“ Auch Vincenz Borken vom Schuhhaus Schütte ist sauer. „Wenn die Gemeinde das genehmigt hat, ist das ein großer Fehler. Wir können doch nicht für so etwas in Rheine Werbung machen – und dann noch auf diese Art und Weise“, so der Schuhmachermeister.


Keine Genehmigung von der Gemeinde

In der Neuenkirchener Fußgängerzone wird mit Graffitis für dei Emsgalerie geworben. | Foto: Klausing

Auch in der Emsdettener Straße sind die Graffitis auf dem Pflaster. | Foto: Klausing

Auch Janis Große Wöstmann, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Pro Neuenkirchen, ist von der Aktion wenig begeistert. „Das ist frech, so etwas in der Nachbargemeinde durchzuführen“, so Große Wöstmann. Man solle das Gespräch mit den Auftraggebern suchen, das so eine Aktion in der Nachbargemeinde nicht die feine englische Art sei.

Auch Bürgermeister Franz Möllering ist von der Aktion überrumpelt worden. „So etwas haben wir sicherlich nicht genehmigt“, sagt er auf Anfrage des Mitteilungsblattes am Donnerstagnachmittag. Noch nicht mal eine Anfrage hätte es gegeben. „So etwas werden wir auch nicht dulden.“ Auch wolle die Gemeinde nun prüfen, ob vielleicht eine Sachbeschädigung vorliegt. „Wir werden der Sache nachgehen“, so Möllering.