Die Gebühren halten sich die Waage, das gilt für die nächsten 365 Tage! | Karikatur: H. Schwarze-Blanke

Die Müllgebühren steigen im kommenden Jahr 2019 deutlich – von 12 bis 34 Prozent je nach Behältergröße – an. Das teilte Christoph Giesel vom Fachbereich Finanzen am Montagabend dem Haupt- und Finanzausschuss mit. Grund seien hier vor allem die gestiegenen Deponiekosten, die Abfuhr der Müllbehälter sowie die Kosten für den Wertstoffhof zu nennen. Doch in gleicher Sitzung wurden auch die Gebühren für Frisch- und Schmutzwasser sowie die Straßenreinigungsgebühren gesenkt, so dass unterm Strich ein Vier-Personen-Musterhaushalt trotz gestiegener Müllgebühren (im Musterhaushalt um 14,47 Prozent) mit einer Gesamteinsparung von rund 1,87 Prozent oder 87 Cent monatlich rechnen kann, so das Beispiel der Verwaltung. Bei allen Gebühren liegt die Gemeinde unter dem Durchschnitt im Kreis Steinfurt und deutlich unter den Gebühren in NRW (Stand 2018).

Externe Einflüsse nicht steuerbar

Die Parteien lobten durch die Bank den besonnenen Umgang mit den Gebühren gegenüber den Bürgern. „Da, wo wir es selber steuern können, sind wir gut dabei“, so Nico von Royen (CDU). Die externen Einflüsse durch den Müllentsorger müsse man hinnehmen, da sie vertraglich so geregelt sind, dennoch sei es löblich, dass unterm Strich die Belastung für die Bürger geringer ausfalle. Christoph Holtkamp (Freie Wähler) stellte den Antrag, den kalkulatorischen Zinssatz weiter zu reduzieren. Dieser wurde jedoch abgelehnt, da sich die Auswirkungen nicht bemerkbar machen würden. Jetzt muss der Rat nur noch der neuen Gebührensatzung zustimmen.

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