Im Jahr 2018 geht die Freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen neue Wege. Während im Musikzug das Jugendorchester einen festen Platz hat, sah es bei der aktiven Wehr lange anders aus. Als eine der drei letzten Feuerwehren im Kreis Steinfurt unterhält Neuenkirchen keine Jugendfeuerwehr. Das soll sich nun ändern.

Angekündigt hatte Ralf Stoltmann, Leiter der Feuerwehr, es bereits im März auf der Jahreshauptversammlung, und auf der nächsten sollen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bereits aufgenommen werden. Um einen Einblick in die Feuerwehr zu geben und zu sehen, ob bei Neuenkirchens Jugend überhaupt Interesse besteht, hatte Gemeindejugendfeuerwehrwart Christoph Ernst und seine sechs Gruppenleiter – David Subelack, Susanne Alf, Florian Ernst, Daniel Roß, Fabian Bischoff und Tim Bücker – zu einem Infotag eingeladen.

20 Jugendliche vor den Toren

Und das Interesse bei den Jugendlichen war am vergangenem Samstag groß. Gleich zu Beginn um 14 Uhr standen bereits rund 20 Jugendliche und einige Eltern vor den Rolltoren des Feuerwehrgerätehauses, weitere folgten im Laufe des Nachmittages. Für Fragen standen neben dem Jugendfeuerwehr-Team auch die beiden Wehrführer, Ralf Stoltmann und Rolf Bücker, sowie Frank Muhmann vom Vorstand der Jugendfeuerwehr NRW zur Verfügung.


Zwei Stunden lang konnten sich die Kinder die Fahrzeuge anschauen und schon einmal probe sitzen, die Technik und Ausrüstung von erfahrenen Feuerwehrleuten erklären lassen, sich die Kleidung der Jugendfeuerwehr anschauen oder sich mit Muffins und Cola stärken. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz heute“, zog Christoph Ernst ein erste Resümee. Und: „Auch Mädchen sind in der Jugendfeuerwehr willkommen!“ Am Samstagnachmittag waren es gerade einmal zwei, die sich informiert haben. Aber bis zur Anmeldung im Januar kann sich das ja noch ändern.

Persönliche Anmeldung im Januar

Bereits jetzt haben sich viele der Jugendlichen eingetragen, entscheidend sei aber die persönliche Anmeldung am 11. Januar, um 17.30 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus. „Wir wollten uns jetzt schon einmal vorstellen und die Resonanz abwarten, verbindlich wird es erst im Januar“, erklärte Ernst. Nach dem großen Interesse wird sich die Feuerwehr noch einmal zusammensetzen, wie groß die Jugendfeuerwehr denn werden wird. „Wir wollen da niemanden vor den Kopf stoßen“, so Ernst. Jedoch seien einige der Jugendlichen bereits älter, so dass sie theoretisch direkt mit der Ausbildung für die aktive Wehr anfangen könnten, andere seien noch zu jung. Zwölf Jahre sollte man mindestens sein, um mitzumachen.

Und wer lange genug und regelmäßig an den Ausbildungen teilgenommen hat, kann später ohne weitere Grundausbildung in die aktive Wehr übernommen werden, erklärte Rolf Bücker am Rande. Die beiden Wehrführer zeigten ich sichtlich erfreut über die rege Beteiligung. „Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Stoltmann.

Anmeldetag: 11. Januar, 17.30 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus, Friedenstraße 26.