Die Nachbarn überreichten die gesammelten Unterchirften an Bürgermeister Franz Möllering. | Foto: Stefan Klausing

So einfach wollen es die Nachbarn an der Schützenstraße es nicht hinnehmen, dass auf dem Gelände der ehemaligen Spedition Debitsch vier Häuser mit je fünf Wohneinheiten entstehen (Mitteilungsblatt berichtete). Am Karnevalswochenende hatten sie bereits 256 Unterschriften in der Nachbarschaft gesammelt „und es wären sicherlich noch mehr, wenn wir alle angetroffen hätten“, sagte Karsten Westermann am Dienstagvormittag. Zusammen mit Ehefrau Simone, Hubert Dropmann, David Bröker, Bozena Danielski sowie Tina und Ulrich Kleim überreichte Westermann die gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Franz Möllering über denen der Auftrag an die gewählten Ratsmitglieder lautete: „Verhindern sie diese Häuser!“

Konsequenzen für Bauerschaft Offlum

Möllering informierte die Nachbarn, wie es nun weitergeht. | Foto: Stefan Klausing


In der umseitigen Begründung heißt es unter anderem, dass eine solche Verdichtung für Probleme und soziale Spannungen sorge, kein Haus in der Umgebung ein Flachdach oder gar Staffelgeschoss hätte, der freie Blick in Nachbars Garten. Weiter würde durch die Genehmigung die Grundlage geschaffen, dass in allen Lücken solche Häuser genehmigt werden müssten und damit Konsequenzen für die gesamte Entwicklung in der Bauerschaft Offlum hätte. „In unsere Siedlung gehören Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften ohne Staffelgeschoss“, waren sich die Nachbarn einig. „Familien mit Kindern sind hier herzlich willkommen“, betonte Simone Westermann. Schließlich habe die Gemeinde am Offlumer See viel für die Jugend errichtet.

Bürgermeister Franz Möllering nahm die Unterschriften entgegen, mit dem Versprechen, sie in den entsprechenden Ausschuss einzubringen. „Ob es bereits in der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung steht, kann ich allerdings nicht sagen“, so Möllering. Doch mit dem gefassten Aufstellungsbeschluss habe sich die Gemeinde alles offen gehalten und die Genehmigung erst einmal ausgebremst. „Eile ist von unserer Seite erstmal nicht geboten“, so Möllering. Er versprach, dass die Nachbarn im weiteren Prozess weiter beteiligt werden, mahnte aber auch, dass die Innenverdichtung in Gebot des Landes sei.

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